Melbourne: Auto-Rambo fährt 14 Menschen um

In der australischen Stadt Melbourne ist ein Autofahrer im abendlichen Berufsverkehr in eine Menschenmenge

gerast und hat 14 Passanten verletzt, einige von ihnen schwer. Der Mann sei mit Absicht in die Fußgänger in der Innenstadt nahe dem Bahnhof Flinders Street gefahren, sein Motiv sei aber noch

unklar, sagte ein Polizeisprecher. Der Fahrer und ein weiterer Mann, der offenbar mit

im Wagen gesessen hatte, seien festgenommen worden.

Russell Barrett, Victoria State Police:

"In diesem Stadium glauben wir, dass das Absicht war. Wir kennen jedoch die Motivation nicht , und die Untersuchung ist noch in einem frühen Stadium."

Augenzeugen hatten berichtet (Rundfunksender "Network Ten"), der Fahrer sei mit seinem weißen Geländewagen absichtlich über eine rote Ampel und dann mit etwa 100 Kilometern pro Stunde gezielt in Passanten gerast, als die gerade den Zebrastreifen in Richtung einer Bahnstation überquerten.

«Wir konnten den Lärm hören», sagte eine Augenzeugin namens Sue

(Radiosender "3AW"), «als wir nach links schauten, sahen

wir dieses weiße Auto, es mähte einfach alle um. Menschen flogen

überall herum. Wir hörten bumm, bumm.»

Ein Mann namens David ("Network Ten"): «Alles, was ihn langsamer machte, war derAufprall auf die Körper. Ich hörte nur bang, bang, bang.»

Der Vorfall ähnelt einem anderen vom Januar, als ein Fahrer am selben

Ort sechs Menschen tötete, und 30 verletzte. Dem

Fahrer wird sechsfacher Mord vorgeworfen. Der Vorfall vom Januar wird

nicht als Terrorakt behandelt.

su mit dpa, Reuters