Melania Trump wirbt in US-Schule für "Freundlichkeit und Mitgefühl"

US-Präsident Donald Trump ist für seine scharfen Verbalattacken gegen seine Widersacher bekannt. Das hat First Lady Melania Trump aber nicht davon abgehalten, sich vor Schülern in einem Vorort von Detroit gegen Mobbing auszusprechen

US-Präsident Donald Trump ist für seine scharfen Verbalattacken gegen seine Widersacher bekannt. Das hat First Lady Melania Trump aber nicht davon abgehalten, sich vor Schülern in einem Vorort von Detroit gegen Mobbing auszusprechen. "Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns für Freundlichkeit und Mitgefühl entscheiden", sagte die Präsidentengattin am Montag vor Schülern der Orchard Lake Middle School.

Der Schulbesuch geschah im Rahmen des Nationalen Monats zur Mobbing-Vorbeugung. Melania Trump rief die Kinder auf, jedem eine Chance zu geben. "Ich ermutige Euch, einen neuen Freund zu finden", sagte sie. Sie sollten andere Kinder fragen, "was sie mögen, welche Hobbys sie haben, damit niemand traurig oder gestresst ist und jeder sich einbezogen fühlt".

Melania Trump, die selbst einen Sohn, den elfjährigen Barron, hat, hatte während des Präsidentschaftswahlkampfs erklärt, als First Lady wolle sie den Kampf gegen Mobbing in den Vordergrund stellen. Im September hielt sie vor den Vereinten Nationen eine Rede zu dem Thema.

Donald Trump greift seine Gegner hingegen immer wieder heftig verbal an. Insbesondere im Wahlkampf hatte er wiederholt auf körperliche Eigenschaften seiner Kritiker angespielt wie etwa Statur und ethnische Zugehörigkeit. Er machte sich sogar über einen körperbehinderten Journalisten lustig. Auch nach seinem Amtsantritt im Januar wurde ihm immer wieder vorgeworfen, sich mit Schmähungen wie etwa "Verlierer" oder "Idiot" im Ton zu vergreifen.