Die meisten Banken bewilligen Verbraucherkredite heute in weniger als 15 Minuten

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Für die Bearbeitung klassischer Verbraucherkredite brauchen die meisten Banken heutzutage nur noch Minuten. 75 Prozent aller von dem Beratungsunternehmen PwC befragten deutschen Institute brauchten für die Genehmigung der Anfragen privater Konsumenten inzwischen weniger als 15 Minuten, teilte PWC am Freitag in Düsseldorf mit. Zur Bearbeitung von Kreditanfragen von Firmen bräuchten viele Banken hingegen weiterhin Tage oder Wochen.

"Im Privatkundenbereich geht die Entwicklung eindeutig in Richtung sogenannter Instant-Kredite", erklärte Tomas Rederer, Partner bei PwC im Bereich Financial Services. Verbraucher erführen nach einer Anfrage praktisch sofort, ob und zu welchen Konditionen sie das gewünschte Geld erhielten und hätten es unter Umständen bereits am darauf folgenden Tag auf ihrem Konto.

Demgegenüber schaffte es laut PwC-Umfrage nur jede sechste Bank, die Kreditanfrage kleinerer Mittelständler mit Jahresumsätzen zwischen 2,5 und 20 Millionen Euro innerhalb von zwei Tagen zu bearbeiten. Etwa jedes fünfte der befragten Kreditinstitut (22 Prozent) braucht dafür zwischen fünf und zehn Tagen, weitere 17 Prozent benötigen dafür laut PwC gar zwischen zehn und 20 Tagen.

Generell ist es nach Angaben der Beratungsfirma normal, dass die Bearbeitung größeren und komplexerer Unternehmenskredite mehr Zeit braucht. "Gleichwohl deutet eine Bearbeitungsdauer von fünf Tagen und mehr darauf hin, dass die entsprechenden Banken nicht wirklich effizient arbeiten", erklärte Rederer. Im schlimmsten Fall drohten Banken Geschäfte mit Mittelständlern zu verlieren.

Für die Studie mit dem Titel "Effizienz der Kreditprozesse in deutschen Kreditinstituten 2017" befragte PwC 43 Banken aus allen Branchensektoren, darunter Universal- und Volksbanken sowie Sparkassen. Vor allem waren es kleinere und mittlere Institute.