Meiers Traum-Comeback: Russ hätte Vermögen gesetzt

Maximilian Lotz
Alexander Meier krönte sein Comeback nach 350 Tagen mit einem Tor gegen den HSV

350 Tage nach seinem letzten Bundesliga-Auftritt benötigte Alexander Meier nur 4:34 Minuten, um sofort wieder mittendrin zu sein - und das in seinem womöglich letzten Heimspiel für Eintracht Frankfurt.

Begleitet von Standing Ovations der Zuschauer betrat der von den Eintracht-Fans als "Fußball-Gott" verehrte Meier in der 87. Minute den Rasen.

Und in der Nachspielzeit traf er mit seiner zweiten Ballberührung zum 3:0-Endstand gegen den Hamburger SV.

Russ hätte Vermögen auf Meier-Tor gesetzt

"Ich hätte heute mein ganzes Vermögen darauf gesetzt, dass Alex Meier noch eine Bude macht", sagte Teamkollege Marco Russ. "Diese Geschichten schreibt nur der Fußball."


Besser hätte sich Meier sein Comeback nach seiner langwierigen Verletzungspause samt Knöchel-OP kaum vorstellen können.

"Diesen Tag und diese Momente werde ich nie vergessen. All die harte Arbeit hat sich alleine für diese Momente gelohnt", sagte Meier anschließend. "Wie die Fans mich heute hier empfangen haben, das war phänomenal. Dafür möchte ich auch nochmal herzlich danke sagen."

Meiers Zukunft weiter offen

Sein 93. Tor im 270. Bundesligaspiel könnte womöglich sein letztes in der Commerzbank-Arena gewesen sein. Meiers Vertrag läuft am Saisonende aus, Vertragsgespräche wurden bislang nicht geführt. Der Bundesliga-Torschützenkönig der Saison 2014/2015 hatte zuletzt allerdings angekündigt, seine Karriere fortzusetzen.

Trainer Niko Kovac hatte ihm vor der Partie bereits einen Jokereinsatz in Aussicht gestellt. "Das möchte ich ihm nicht nehmen", sagte Kovac vor dem Spiel und machte seine Ankündigung in den Schlussminuten wahr.

Auch sein Fazit fiel nach dem Erfolg entsprechend zufrieden aus: "Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg, mit einem tollen Erlebnis für Alex Meier."