Polizei geht von 18 Toten bei Busunglück aus

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Polizei geht von 18 Toten bei Busunglück aus

Der Bus soll nach dem Zusammenstoß mit einem Lastwagen in Brand geraten sein. Foto: News5/Fricke

Bei dem schweren Busunfall auf der Autobahn 9 in Oberfranken sind nach Erkenntnissen der Polizei vermutlich 18 Menschen ums Leben gekommen. Dies bestätigte ein Sprecher. 30 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Als die Feuerwehr am Morgen an der Unglücksstelle eintraf, habe der Bus in Vollbrand gestanden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Bis dahin hätten sich schon viele Menschen in Sicherheit gebracht. «In dem Moment, in dem wir eintrafen, kam niemand mehr aus dem Bus», sagte der Sprecher.

In dem Reisebus saßen nach dpa-Informationen Fahrgäste aus der Oberlausitz und dem Großraum Dresden. Mitarbeiter der Polizeidirektion Dresden bereiten sich darauf vor, die Angehörigen der Todesopfer zu informieren. Aus der Oberlausitz kommend, hatte der Bus am frühen Morgen Station am Dresdner Hauptbahnhof gemacht und Reisende aufgenommen; kurz nach 7.00 Uhr war er bei Münchberg verunglückt.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) sind auf dem Weg zur Unfallstelle. Wie Herrmanns Sprecher sagte, nehmen beide einen Hubschrauber aus Berlin und treffen voraussichtlich gegen 13.30 Uhr nahe Münchberg ein. Sie wollten sich ein Bild von der Lage machen und mit den Einsatzkräften sprechen.

Nach dem schweren Busunfall in Oberfranken ist eine zentrale Telefonnummer für besorgte Angehörige eingerichtet worden. Unter der Rufnummer 0800 / 7766350 können sie sich an die Gemeinsame Auskunfts- und Vermisstenstelle wenden. Auch Zeugen können sich hier melden.