100.000 aus Ost-Ghouta evakuiert - in Städte, die auch bombardiert werden

Kämpfer und ihre Familien ziehen aus der Region Ghouta bei Damaskus ab, nachdem mit der syrischen Armee Übergabe und Abzug vereinbart wurden. Mehrere belagerte Rebellenenklaven haben sich zur Aufgabe entschieden, tausende Aufständische und in Ost-Ghouta ausharrende Zivilisten werden nach Nordwestsyrien gebracht, in die so genannten Sicherheitszonen, zum Beipsiel in der Region Idlib. Dort allerdings gab es in der letzten Woche vermehrt russische und syrische Luftangriffe.

Von der Enklave Ost-Ghouta - vor kurzem noch eine Hochburg der Aufständischen, in der 400.000 Menschen lebten, ist nur noch Douma übrig unter Rebellenherrschaft.

Mit einem der angeblich schwersten Bombardements des inzwischen siebenjährigen Krieges versucht die syrische Armee, den letzten Widerstand zu brechen, rund 1;600 Menschen sollen hier kürzlich getötet worden sein.

Laut "Syrischer Beobachtungsstelle für Menschenrechte" und anderer NGOs werden dabei Fassbomben, Chlorgas und Brandbomben eingesetzt. Die syrische Regierung hat dementiert. Die Flucht der Zivilbevölkerung wurde durch den Mangel an Bombenschutzkellern noch verstärkt, mehr als 100.000 Menschen haben nach russischen Angaben die Region Ghouta jetzt verlassen.