Wieder mehr Umsatz: Musikindustrie in Deutschland

Thaddeus Herrmann
Deutsche Musikindustrie wächst



Die deutsche Musikindustrie wächst weiter. Das belegen die Zahlen, die der "Bundesverband Musikindustrie" für das erste Halbjahr 2017 vorgelegt hat. Allerdings fällt das Wachstum mit 2,9 Prozent geringer aus, als noch im gleichen Zeitraum 2016. Ähnlich wie im vergangenen Jahr ist das bezahlte Streaming maßgeblich verantwortlich dafür, dass die Branche weiter wächst, auch wenn CD-Verkäufe mit 44,7 Prozent nach wie vor das wichtigste Format, auch wenn der Marktanteil des Silberlings weiter rückläufig ist. Die Musikindustrie setzte in Deutschland im ersten Halbjahr 2017 740 Millionen Euro um, 20 Millionen mehr als im ersten Halbjahr 2016.

24,4 Prozent des Umsatzes wurde in den vergangenen sechs Monaten mit Streaming generiert, ein Zuwachs von 10,3 Prozent. 2016 noch lag dieser Zuwachs bei 88 Prozent: Der Markt beruhigt sich also. Die CD verliert knapp sieben Prozentpunkte, Vinyl legt weiter, wenn auch moderat auf fünf Prozent zu, Downloads spielen mit elf Prozent (minus drei Prozent) eine immer untergeordnetere Rolle. Das Verhältnis zwischen Streaming und physikalischen Verkäufen nähert sich mit 47,5 zu 52,5 Prozent weiter an.

BVMI