Mehr Trainingszeit ärgert Aleix Espargaro: "Nimmt Aprilia den Vorteil"

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 2 Min.

Weil Portimao eine neue Strecke im MotoGP-Kalender ist, wurden die Freitagstrainings aller Klassen verlängert. Die MotoGP hatte zweimal 70 Minuten zur Verfügung. Normalerweise dauert ein Freitagstraining nur 45 Minuten. Die Fahrer und Teams hatten somit insgesamt 50 Minuten mehr Zeit, um sich an die Strecke zu gewöhnen und das Set-up anzupassen.

Laut Aprilia-Fahrer Aleix Espargaro nimmt die Verlängerung der Trainings einen Vorteil für die Teams unter Konzessionsregel. Das ist ist in diesem Fall nur noch Aprilia. Als Anfang Oktober in Portimao getestet wurde, durften nur die MotoGP-Testfahrer ausrücken.

Als Konzessionsteam durfte lediglich Aprilia auch mit den Stammfahrern testen. Damals waren neben Aleix Espargaro auch Bradley Smith und Lorenzo Savadori im Einsatz. Das ist einer der Vorteile, die man laut Reglement hat.

Da nun aber die Trainings für alle Teams verlängert wurden, macht diesen Vorteil nicht mehr zu einem Vorteil. "Als ich den Zeitplan gesehen habe, war ich nicht besonders glücklich", sagt Espargaro. "Das scheint für mich auch nicht sehr fair zu sein."

Aprilia durfte beim Test mit den Stammfahrern testen, KTM nicht mehr

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Aprilia durfte beim Test mit den Stammfahrern testen, KTM nicht mehrMotorsport Images

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"Man verliert den Vorteil. Auch die Anstrengungen, die Aprilia unternommen hat, um diesen Test zu fahren, werden geschmälert. Es stimmt, dass ich am Vormittag einen Vorteil hatte, weil ich die Strecke schon kannte. Aber im zweiten Training war das schon egalisiert, weil alle so viele Runden gefahren sind."

"Dass ich dennoch Dritter bin und nur zwei Zehntelsekunden Rückstand habe, ist für Aprilia und mich sehr zufriedenstellend", sagt der Spanier zu seinem Tagesergebnis. Die schiere Beschleunigung spielt in Portimao nicht so eine große Rolle. Das hilft Aprilia.

KTM durfte Anfang Oktober nicht mehr mit den Stammfahrern testen. So wie bei den anderen Marken (mit Ausnahme von Aprilia) war damals lediglich Testfahrer Dani Pedrosa im Einsatz. Die Stammfahrer mussten die Strecke mit Superbikes kennenlernen.

Dass die zusätzliche Trainingszeit am Freitag wichtig war, unterstreicht KTM-Fahrer Brad Binder: "Da wir mit den GP-Bikes noch nicht hier waren, hat es auf jeden Fall geholfen. Wir hatten die Chance, mit den verschiedenen Reifen zu fahren."

"Es gab auch mehr Zeit, um mit der Abstimmung zu spielen. Mir gefallt das sehr, aber bei normalen Rennen sind 45 Minuten ausreichend. Nur hier war es wichtig, diese zusätzliche Zeit zu haben. Wir haben das wirklich gebraucht, um alles herauszufinden. Das macht es für alle sicherer und alle sind für Sonntag besser vorbereitet."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.