„Mehr Rückhalt gewünscht“ - Kerem Demirbay feuert gegen den HSV

Andre Oechsner
90Min

​ Mit der Empfehlung von elf Toren und vier Vorlagen kehrte Kerem Demirbay nach einer Saison bei Fortuna Düsseldorf zum Hamburger SV zurück. Der Confed-Cup-Teilnehmer fiel bei den Rothosen aber zum wiederholten Mal durchs Raster. Im Nachgang überwiegt die Enttäuschung, keine reelle Chance beim HSV erhalten zu haben - Demirbay geht nun in die Offensive gegen seinen Ex-Klub.


Foto: Getty Images

Beim Hamburger SV wurde Kerem Demirbay der Durchbruch in den Profikader schlichtweg nicht zugetraut. Nach Ausleihen zum 1. FC Kaiserslautern und Fortuna Düsseldorf in die zweite Liga, ging es für ihn zur TSG Hoffenheim, bei der er inzwischen zum Nationalspieler aufgestiegen ist. An seinem ehemaligen Arbeitgeber, dem HSV, lässt er im Nachgang kein gutes Haar.

VfL Wolfsburg II v Hamburger SV II - 3. Liga

Kerem Demirbay bekam beim HSV keine ernsthafte Chance - Foto: Getty Images



„Natürlich hätte ich mir vom HSV mehr Rückhalt gewünscht“, sagt Demirbay im kicker, „aber ich bin glücklich über den anderen Weg, den ich genommen habe. Er hat sich für mich ausgezahlt.“ In den letzten vier Jahren hatte der Neu-Nationalspieler vier verschiedene Klubs. Er sei ja nicht freiwillig so oft gewechselt, betont der 23-Jährige. Ein abermaliger Wechsel im Sommer sei für ihn derweil kein Thema.

„Es ist sicher, dass ich in Hoffenheim bleibe. Ich fühle mich unheimlich wohl und werde definitiv in der kommenden Saison dort spielen“, sagt Demirbay. Seinen Vertrag im Kraichgau hatte der offensive Mittelfeldspieler erst im Februar langfristig bis 2021 verlängert. In der vergangenen Saison erzielte er sechs Tore und starke vier Vorlagen in 28 Bundesliga-Auftritten.