Mehr Platz für Wohnungen - Weniger Gärten in Neubaugebieten: Der Grün-Kahlschlag

Irene Kleber

Weil München mehr Platz für Wohnungen braucht, wollen Rathaus-CSU und -SPD bei Neubaugebieten ein Drittel weniger Gärten und Parks einplanen. Naturschützer und Grüne protestieren.

München - Ein bisschen bleibt einem schon die (ohnehin verpestete) Luft weg bei diesem Vorschlag aus dem Planungsreferat: Künftig soll für alle Münchner Neubaugebiete ein Drittel weniger an Gärten, Parks und grünen Freiflächen eingeplant werden als das bisher üblich war.

Zugunsten von: dichterer Bebauung, mehr Wohnungen, mehr Beton.

Wegen der "enormen Notwendigkeit, Wohnraum zu schaffen" könnten so "hohe bauliche Dichten generiert" werden – so steht es in einer Beschlussvorlage, über die der Planungsausschuss des Stadtrats heute entscheiden soll. Titel: "Neue Orientierungswerte für Stadtplanung und Bauordnung".

Seit Mitte der 90er Jahre galt für München: Wenn neue Baugebiete geplant werden, sollen pro künftigem Einwohner mindestens 17 Quadratmeter öffentliche Grünflächen entstehen plus 15 Quadratmeter private. Macht also insgesamt 32 Quadratmeter Grün für jeden Einwohner.

Richtwerte halbiert

Mit diesen Richtwerten soll es vorbei sein. Die städtischen Planer wollen innerhalb des Mittleren Rings nur noch 15 Quadratmeter pro Einwohner als "Orientierungswert" festlegen – also halb so viel wie bisher. Und für außerhalb des Rings nur noch 20 Quadratmeter – ein Drittel weniger.

"Das geht überhaupt nicht", ärgert sich Grünen-Stadtrat Herbert Danner.
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