Booster-Impfungen, Tests, Quarantäne: Dieser 7-Punkte-Plan soll die Corona-Strategie für den Winter werden

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Rande einer Gesundheitsministerkonferenz (GMK) mit seinen Länderkollegen
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Rande einer Gesundheitsministerkonferenz (GMK) mit seinen Länderkollegen

Vor dem Hintergrund der sich verschlechternden Corona-Lage in Deutschland beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Donnerstag und Freitag in Lindau über die Strategie für den Winter.

Nach Informationen von Business Insider sprechen die Minister nicht nur über eine Verschärfung der Quarantäne-Regelungen für enge Kontaktpersonen von Menschen, die an Corona erkrankt sind. Zudem soll es – nach zwei Jahren Pandemie – auch um den besseren Schutz älterer Personen in Alten- und Pflegeheimen gehen. Der Sieben-Punkte-Plan, über den die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) berät und der Business Insider vorliegt, sieht dabei eine breiter angelegte Booster-Kampagne, mehr mobile Teams in den Einrichtungen und umfassendere Tests vor. Im Einzelnen heißt es in dem Dokument:

Booster-Impfungen: Bund und Länder gehen davon aus, dass Auffrischimpfungen, insbesondere in Pflegeeinrichtungen, zeitnah und flächendeckend durch die niedergelassenen Arztpraxen angeboten werden. "Zur Sicherstellung des Impfangebots kommen bei Bedarf gemäß dem GMK-Beschluss zur Vorhaltung eines staatlichen Impfangebots über den 30. September hinaus ergänzende staatliche Impfangebote, insbesondere mobile Impfteams zum Einsatz, die von den Ländern koordiniert werden."

Info-Kampagne: Die Kassenärztlichen Vereinigungen der Länder sowie die niedergelassenen Ärzte werden darum gebeten, aktiv über die Empfehlung und das Angebot von Auffrischimpfungen zu informieren, heißt es im Papier. Und weiter: "Bund und Länder informieren im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit verstärkt Personen über die Möglichkeit und den Nutzen der Inanspruchnahme von Auffrischimpfungen und gehen hierzu auch gezielt auf bestimmte vulnerable Personengruppen zu, zum Beispiel durch Anschreiben an über 70-jährige Bürgerinnen und Bürger."

Zielgruppen: Wörtlich: "Ergänzend können im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten und nach ärztlicher Beurteilung und Entscheidung Auffrischimpfungen grundsätzlich allen Personen angeboten werden, die diese nach Ablauf von sechs Monaten nach Abschluss der ersten Impfserie wünschen."

Corona-Tests: "Bund und Länder werden darauf hinwirken, dass ein ausreichendes Testangebot in den Einrichtungen vorgehalten wird. Sofern sich dies als nicht ausreichend herausstellen sollte, wird der Bund eine Anpassung der Teststrategie und Ausdehnung der Testmöglichkeiten für Personal und Besucher zeitnah prüfen und die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen anpassen und eine nachhaltige Finanzierung sicherstellen." Testkonzepte sollen von den Aufsichtsbehörden der Pflegeeinrichtungen "engmaschig" überprüft werden.

Kosten: Der Bund wird auch künftig gewährleisten, dass Einrichtungen die Abrechnung der Personal- und Sachkosten für Testungen erstattet bekommen, ohne dass Pflegebedürftige belastet werden.

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