Mehr Baugenehmigungen für Wohnungen im ersten Quartal

Das Statistische Bundesam verzeichnet im ersten Quartal eine Zunahme von Baugenehmigungen für Wohnungen.

Auf zahlreichen Branchen lasten die Auswirkungen der Corona-Krise - die Baubranche gehört offenbar nicht dazu. Doch genehmigte, aber nicht abgeschlossene Bauvorhaben nehmen seit Jahren zu.

Wiesbaden (dpa) - Auf dem Bau in Deutschland stehen die Zeichen weiter auf Wachstum: Von Januar bis einschließlich März dieses Jahres wurde der Neubau oder Umbau von insgesamt gut 78.600 Wohnungen genehmigt.

Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch vier Prozent mehr Baugenehmigungen als im Vorjahresquartal.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden demnach knapp 68.300 Wohnungen genehmigt und damit gut 2500 mehr als ein Jahr zuvor. Vor allem bei Mehrfamilienhäusern stiegen die Zahlen: Für Zweifamilienhäuser gab es 11,3 Prozent mehr Baugenehmigungen als vor Jahresfrist, bei Mehrfamilienhäusern waren es 4,4 Prozent mehr. Dagegen erhöhte sich die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser nur leicht um 0,3 Prozent.

Die Baubranche ist in der Corona-Krise bislang einer der wenigen Wirtschaftszweige, die kaum betroffen sind. Die Wiesbadener Statistiker weisen jedoch immer wieder darauf hin, dass Genehmigungen nicht zwangsläufig schnell zu fertiggestellten Wohnungen führen: Die Zahl der nicht begonnenen und nicht abgeschlossenen Bauvorhaben nehme seit einigen Jahren zu.