Mehr als zehn Millionen Corona-Infizierte in Brasilien

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Ein Impfteam in einer Indigenensiedlung im Urwald bei Manaus (Bild: Reuters/Bruno Kelly)
Ein Impfteam in einer Indigenensiedlung im Urwald bei Manaus (Bild: Reuters/Bruno Kelly)

Nach den USA und Indien hat Brasilien als drittes Land die Marke von zehn Millionen Corona-Infizierten überschritten.

Dies geht aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Donnerstag (Ortszeit) hervor. Demnach wurden seit Mittwoch 51.879 neue Infektionen registriert, womit die Gesamtzahl auf 10.030.626 Fälle stieg. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 1367 auf 243.457.

Impfkampagnen stocken

Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so groß wie Deutschland. Im größten Land Lateinamerikas wurde erst im Januar mit den Impfungen begonnen. Angesichts fehlenden Impfstoffs stoppten große Städte wie Rio de Janeiro oder Salvador diese Woche die Corona-Impfungen. Für die Verteilung des Impfstoffs ist das Gesundheitsministerium verantwortlich, das bisher rund zwölf Millionen Dosen der Vakzine von Astrazeneca und dem chinesischen Hersteller Sinovac bekommen hat.

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hatte mit der Verharmlosung des Coronavirus Aufsehen erregt und zieht mittlerweile auch den Sinn einer Impfung in Zweifel. Die Impfstoff-Fabrik der Forschungseinrichtung "Fundaçao Oswaldo Cruz" in Rio, die mit dem Gesundheitsministerium verbunden ist, gilt als größte Lateinamerikas.

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