Mehr als vier Attacken pro Tag: Angriffe auf Flüchtlinge sind wieder gestiegen

Mehr als vier Attacken pro Tag: Angriffe auf Flüchtlinge sind wieder gestiegen

Die Übergriffe auf Flüchtlinge in Deutschland sind auch 2017 nicht abgebrochen. Im Gegenteil. Die Fremdenfeindlichkeit nimmt wieder zu. Das geht nun aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Parlamentsanfrage hervor, die der Funke-Mediengruppe vorliegt.

Demnach gab es alleine im dritten Quartal 2017 insgesamt 425 Angriffe auf Flüchtlinge außerhalb ihrer Unterkünfte, mehr als in den Quartalen zuvor. Im ersten Quartal waren es 318 und im zweiten 324 Attacken auf Asylbewerber.

In den ersten neun Monaten diesen Jahres verzeichnet das Bundesinnenministerium damit insgesamt 1.067 Angriffe auf Flüchtlinge in Deutschland. Das macht durchschnittlich mehr als vier Attacken pro Tag. 230 Menschen seien dabei verletzt worden.

Die Linkspartei sieht die Schuld für diese traurige Bilanz bei der AfD. Ulla Jelkpe, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, erklärte im Interview mit der "Berliner Morgenpost": "Die von der AfD und anderen rechten Gruppen betriebene Hetze gegen Geflüchtete ist eine reale Bedrohung für diese Menschen."

Dass allerdings nicht nur Asylbewerber aufgrund von Fremdenfeindlichkeit gefährdet sind, zeigt das aktuelle Beispiel um Andreas Hollstein. Der CDU-Politiker und Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Altena wurde Ende November wegen seiner Flüchtlingspolitik in einem Döner-Imbiss mit einem Messer attackiert.