Mehr als 80 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet

Es ist die erste Flüchtlingstragödie des neuen Jahres im Mittelmeer: Das Unglück ereignete sich am Samstagmittag nur wenige Meilen von der libyschen Küste entfernt, als mehr als 100 Flüchtlinge versuchten, mit einem Schlauchboot nach Europa zu gelangen.

Der italienischen Küstenwache gelang es, mehr als 80 Menschen zu retten, acht Leichen wurden aus dem Wasser gefischt. Wie viele Menschen insgesamt starben, war zunächst noch unklar.

Der Nichtregierungsorganisation Proactiva Open Arms zufolge verbrachten die Migranten mehrere Stunden im Meer, bevor sie gerettet werden konnten.

Die Migrationsroute über das Mittelmeer nach Europa ist die tödlichste der Welt. 2017 starben nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 3000 Menschen in den Fluten. Nach Italien gelangten demnach im vergangenen Jahr fast 120.000 Migranten, rund ein Drittel weniger als 2016.