Mehr als 130 Tote durch Tropensturm auf den Philippinen

Der Tropensturm Tembin hat auf den Philippinen Erdrutsche und Überschwemmungen ausgelöst und mehr als 130 Menschen das Leben gekostet. Viele weitere werden vermisst. Der Taifun war am Freitag auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen auf Land getroffen. Ganze Dörfer wurden dort von Schlammlawinen verschüttet und komplett zerstört. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich nach Angaben der Behörden schwierig, weil Strom- und Kommunikationsleitungen unterbrochen seien.

Von Mindanao, wo mehr als 20 Millionen Menschen leben, zog der Sturm mit bis zu 95 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit weiter nach Westen, wo er nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes auf der westlichen Insel Palawan erneut auf Land treffen soll. Das Unwetter soll noch bis Montag anhalten.

Erst vor knapp einer Woche wurden auf den Philippinen durch den Sturm „Kai-Tak“ 54 Menschen getötet - 24 weitere werden noch vermisst. Jedes Jahr gibt es auf den Philippinen rund 20 Taifune und andere Stürme - viele davon verlaufen tödlich. Zu den schlimmsten Stürmen in den letzten Jahren zählt der Supertaifun "Haiyan", der im November 2013 auf das Land traf. Dabei wurden ganze Städte verwüstet und mehr als 7.350 Menschen getötet.