Mehr als 30 Tote bei Angriffen auf Luftwaffenstützpunkt im Jemen

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Zerstörungen auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Anad (AFP/-)

Bei Angriffen auf den größten Luftwaffenstützpunkt im Jemen sind mindestens 30 Regierungssoldaten getötet und dutzende weitere verletzt worden. Wie am Sonntag aus medizinischen Kreisen verlautete, werden die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen für die Attacke auf die Luftwaffenbasis Al-Anad verantwortlich gemacht. Ein Armeesprecher bezifferte die Zahl der Verletzten auf über 50.

Auf Videoaufnahmen war zu sehen, wie zahlreiche Krankenwagen die Verletzten ins Krankenhaus der Stadt Lahidsch brachten. Vor der Klinik versammelte sich eine große Menschenmenge. Ein Krankenhausmitarbeiter sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass alle verfügbaren Ärzte, Chirurgen und Krankenpfleger zum Dienst gerufen worden seien.

Der Luftwaffenstützpunkt Al-Anad diente unter anderem bis 2014 als Hauptquartier der US-Truppen, die einen langjährigen Drohnenkrieg gegen die Terrormiliz Al-Kaida führten.

Im Jemen herrscht seit sechs Jahren Krieg zwischen den vom sunnitischen Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Huthi-Rebellen. Zehntausende Menschen wurden bereits getötet, Millionen Einwohner mussten flüchten. Die Vereinten Nationen stufen die Lage im Jemen als schwerste humanitäre Krise der Welt ein.

gap/jes

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