Mehr als 20 Tote bei Blutbad in texanischer Kirche

Erneutes Blutbad durch einen Schusswaffenangriff in den USA: In einer Kirche im Bundesstaat Texas hat ein Mann mindestens 20 Teilnehmer eines Sonntagsgottesdienstes erschossen und zahlreiche weitere verletzt

Ein bewaffneter Mann hat in einer Kirche im US-Bundesstaat Texas ein Blutbad angerichtet und mehr als 20 Gottesdienstteilnehmer getötet. Seinen Informationen nach gebe es 27 Tote und mehr als 20 Verletzte, sagte Albert Gamez Jr. von der Verwaltung des Bezirks Wilson am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Eine offizielle Bestätigung dieser Zahl gebe es aber noch nicht. Auch der Schütze sei tot.

Medienberichten zufolge betrat der Schütze gegen 11.30 Uhr Ortszeit (18.30 Uhr MEZ) die First Baptist Church in Sutherland Springs und eröffnete das Feuer auf die Gläubigen. Dem Sender CNN zufolge starb der Schütze nach einer kurzen Verfolgungsjagd. Es war zunächst unklar, ob er durch eine Polizeikugel starb oder selbst die Waffe gegen sich richtete.

Die kleine Gemeinde Sutherland Springs befindet sich rund 50 Kilometer südöstlich von San Antonio. Die "Dallas Morning News" berichtete auf ihrer Website, ein zwei Jahre altes Kind sei unter den Verletzten. Die Kirche wurde von der Polizei abgeriegelt.

Der Fall weckt Erinnerungen an Dylann Roof, einen bekennenden Anhänger des Ku Klux Klans, der sich im Juni 2015 in einer Kirche in Charleston unter die Teilnehmer einer Bibelstunde gemischt und den Pastor und acht Gemeindemitglieder getötet hatte. Das Attentat in der Emanuel African Methodist Episcopal Church, einer der ältesten Schwarzen-Kirchen des Landes, war der schlimmste rassistische Gewaltakt in der jüngeren Geschichte des Landes.