Mehr als 100 vom Aussterben bedrohte Schildkröten in Singapur geschlüpft

Baby-Schildkröte am Strand der Insel Sentosa

Mehr als 100 Babys einer vom Aussterben bedrohten Schildkrötenart sind an einem Strand in Singapur geschlüpft. Der Nachwuchs der sogenannten Echten Karettschildkröte sei am Freitag auf der beliebten Touristeninsel Sentosa geschlüpft und nach Untersuchungen ins Meer gekrabbelt, wie eine örtliche Entwicklungsbehörde am Dienstag mitteilte.

Die Schildkröten-Eier waren im November entdeckt worden. Absperrungen sollten sie vor Feinden schützen, regelmäßig wurden sie kontrolliert. Am Freitag schlüpften die Schildkröten aus den insgesamt 106 Eiern, hieß es. Nach Tests wurden sie ins Meer entlassen.

Es war bereits das dritte Mal seit August, dass Babys der Echten Karettschildkröte an den Stränden Singapurs schlüpften, berichtete die Zeitung "Straits Times". Auf der Insel Sentosa sei es das erste Mal seit acht Jahren.

Die seltene Art kommt in allen tropischen Ozeanen der Welt vor, vor allem in der Umgebung von Korallenriffen. Beschädigungen ihres natürlichen Lebensraums durch Umweltverschmutzung und die Erschließung der Küsten durch den Menschen haben den Schildkröten schwer zugesetzt.

Auch Wilderer sind hinter ihnen her. Teile des Körpers der Echten Karettschildkröte landen in Suppen. Der Panzer wird zu Pulver verarbeitet, das für Desserts Verwendung findet. Außerdem werden aus dem Panzer Kämme und Haarschmuck hergestellt.