Ein Mega-Transfer ins Abseits

Ein Mega-Transfer ins Abseits
Ein Mega-Transfer ins Abseits

2019 war Luka Jovic nach einer famosen Saison mit Eintracht Frankfurt in aller Munde.

Die Crème de la Crème des europäischen Fußballs - angeführt vom FC Bayern, über Manchester City, Paris Saint-Germain, FC Chelsea, bis hin zum FC Barcelona - wurde mit dem Ex-Büffel in Verbindung gebracht. (BERICHT: Jovic will zu diesem Bundesliga-Klub)

Den Zuschlag erhielt damals Real Madrid - für 63 Millionen Euro! Ein stolzer Preis, aber nach 27 Toren und sieben Assists in 48 Spielen für die Adler durchaus vertretbar. (DATEN: Die Tabelle von La Liga)

Drei Jahre später erregen seine Statistiken kaum noch Aufmerksamkeit: Für die Königlichen stand Jovic in der laufenden Saison nur 17 Mal auf dem Rasen, erzielte ein mickriges Tor und legte zwei weitere auf.

Jovic bietet sich beim BVB an

Mit solch einem Bewerbungsschreiben weckt der serbische Nationalstürmer nicht mehr das ganz große Interesse - und bringt sich deshalb selbst beim BVB ins Gespräch, wie die SPORT1-Reporter Patrick Berger und Oliver Müller im Podcast „Die Dortmund-Woche“ enthüllten.

„Jovic träumt von einer Rückkehr nach Deutschland und bietet sich, das haben wir aus seinem direkten Umfeld erfahren, quasi bei Borussia Dortmund an“, so Berger. Auch wenn sein Name dort diskutiert wurde, sind nicht alle beim BVB von dieser Idee total überzeugt, weiß SPORT1.

Vorbehalte beim robusten Mittelstürmer als Nachfolger des wechselwilligen Erling Haaland (geht wohl zu ManCity) sind sein königliches Gehalt mit mehr als zehn Millionen Euro pro Jahr, der Fitnesszustand, seine fehlende Spielpraxis und seine vermeintlich lasche Einstellung.

Wie SPORT1 allerdings erfahren hat, arbeitet der 22-malige Nationalspieler (7 Tore, 2 Assists), der zurzeit an den Folgen einer Zahn-OP laboriert, mittlerweile mit einem privaten Fitnesstrainer und sogar mit einem Mental-Coach zusammen. „Aus Madrid ist zu hören, dass Jović in jedem Training richtig Gas gibt“, sagt Berger. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan von La Liga)

Muss er auch. Denn in Madrid hat der 24-Jährige wohl keine Zukunft mehr. An Ballon d‘Or-Kandidat Karim Benzema ist kein Vorbeikommen. Zudem zeigt der neue spanische Meister Interesse an Haaland und Kylian Mbappé, was seine Aussicht auf Spielzeit noch mehr schmälern würde.

Wie konnte ein einst gefeierter Top-Stürmer wie Jovic auf dem Abstellgleis landen. SPORT1 geht auf Spurensuche.

Jovic am Scheideweg - Eintracht-Legende rät zu Wechsel

Dragoslav Stepanovic, Vereinslegende der Eintracht und Jovic-Vertrauter in den ersten beiden Jahren in Frankfurt, sagte kürzlich bei SPORT1: „Die Zeit ist ein großes Problem. Luka spielt seit drei Jahren nicht mehr regelmäßig.“

„Stepi“ riet seinem Landsmann deshalb trotz Vertrag bis 2025 zu einem Transfer: „Luka weiß nie, wann er eingesetzt wird. Er sollte zu einem Verein wechseln, bei dem er Stammspieler ist und bei dem er wieder das Top-Level erreicht.“

Während Adi Hütter in Frankfurt voll auf den Torjäger baute und ihm Vertrauen schenkte, kam der Serbe in Madrid in 2,5 Jahren nur auf 49 Einsätze. Weder Zinédine Zidane, noch Meistertrainer Carlo Ancelotti setzten auf Jovic, der im Winter 2021 nicht ohne Grund eine Leihe zurück zur SGE erbat - und immerhin dort Spielpraxis sammeln konnte.

Nach seiner Rückkehr pendelt er aber trotzdem wieder nur zwischen Tribüne und Bank im Santiago Bernabeu. Mit nun 24 Jahren steht er am Scheideweg. Dabei ist sein Potenzial nicht zu übersehen: Er hat einen extrem guten Torabschluss, ist beidfüßig und weiß, wo das Tor steht. Doch er muss spielen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zu La Liga)

Deshalb muss sich der Ex-Büffel jetzt gut überlegen, welchen Karriereschritt er nun einschlagen wird, ansonsten droht Jović seine vielversprechende Laufbahn in jungen Jahren zu verzocken.

Eintracht-Büffel floppt bei Real Madrid

Das Pflaster in der spanischen Hauptstadt war rückblickend betrachtet eine Nummer zu groß für ihn. Denn bei den Galaktischen muss man von der ersten Minute an abliefern. Erst recht nach einer Ablöse von 63 Millionen Euro.

Nicht von ungefähr übte die spanische Zeitung AS große Kritik an ihm: Jović sei „ein unsichtbarer Spieler. Er existiert nicht.“ Tomás Roncero, der Chefredakteur behauptete einst sogar, er habe bis zur Halbzeitpause nicht einmal gewusst, dass der Serbe auf dem Feld stand.

Und Marca legte nach: Er sei der „unproduktivste Sturm-Einkauf, den Real Madrid in den vergangenen Jahren“ getätigt habe!

Genau diesem Druck, den hohen Erwartungen sowie dem Medienrummel rund um Real war der damals 21-Jährige nie wirklich gewachsen. Allerdings muss man Jović zugutehalten, dass er damals eben noch sehr jung und noch kein gestandener Spieler war, und dass schon viel größere Namen bei den Königlichen gescheitert sind.

Ein Schritt zurück - und dann zwei vor?

Deshalb sollte Jovic gut auf die Worte seines Vertrauten aus Frankfurter Tagen hören.

„Luka ist nun auch beim zweiten Trainer nur Einwechselspieler. Er muss weg von Real Madrid!“ Er müsse dahin gehen, „wo er regelmäßig spielen kann“, fordert Stepanovic klipp und klar.

Und manchmal muss man eben einen Schritt zurück machen, um zwei nach vorn gehen zu können: Zum Beispiel bei einem „kleineren“ Champions-League-Klub wie Bayer Leverkusen, FC Sevilla oder SSC Neapel?

Vor Jovic steht eine enorm wichtige Entscheidung.

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