Nach Mega-Sperre und Rausschmiss: Evra flirtet schon mit neuen Klubs

Patrice Evra wurde bis nächsten Juni von der UEFA gesperrt

Sein Karatetritt gegen einen Zuschauer handelte Patrice Evra eine lange Sperre ein und kostete ihn seinen Vertrag bei Olympique Marseille.

Viele glaubten bereits, dass der Eklat auch das Karriereende für den 36-Jährigen bedeuten könnte. Doch der französische Nationalspieler bringt sich über seinen Berater bereits bei anderen Vereinen ins Gespräch.

"Er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat, aber seine Karriere wird jetzt nicht enden", sagte Evras Berater Federico Pastorello der Gazzetta dello Sport.

Und weiter: "So will er seine Schuhe nicht an den Nagel hängen. Er ist körperlich fitter als vor fünf oder sechs Jahren und viele Klubs haben uns schon kontaktiert."

Es gab bereits Gerüchte über einen möglichen Wechsel zum SSC Neapel, wo sich Linksverteidiger Faouzi Ghoulam eine Knieverletzung zuzog.

Evra-Berater: "Wir werden nichts ausschließen"

Das Problem: Evra wurde von der UEFA bis 30. Juni 2018 für alle europäischen Klubwettbewerbe gesperrt. In der Champions League könnte er den Italienern also nicht helfen, sehr wohl aber in den verbleibenden Ligaspielen.

Evras Berater sagte dazu: "Patrice sieht sich nach den Jahren bei Juventus nicht in der Serie A. Aber wir werden nichts ausschließen, nicht einmal Neapel. Aber ich denke, es könnte schwierig werden."


Evra hatte vor der Europa-League-Begegnung seines Klubs Olympique Marseille bei Vitoria Guimaraes (0:1) am 2. November einen Marseille-Fan angegriffen. Evra, der eigentlich auf der Ersatzbank Platz nehmen sollte, sah noch vor dem Anstoß die Rote Karte. Dem Tritt sollen Provokationen vonseiten der Fans vorausgegangen sein.

Olympique Marseille hatte Evra einen Tag nach dem Vorfall bis auf Weiteres suspendiert und später vermeldet, der Vertrag sein "in beiderseitigem Einvernehmen" aufgelöst worden. Der Klub wurde von der UEFA zudem mit einer Geldstrafe von 25.000 Euro belegt, Vitoria muss 5000 Euro wegen des Platzsturms der Fans bezahlen.