Mega-Deal: Erfolg für E.on und RWE – Innogy gibt Widerstand auf

Maximilian Völkl
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E.on: Darum ist die Aktie jetzt wieder attraktiv

Mit der Zerschlagung von Innogy haben E.on und RWE im Frühjahr für viel Aufsehen gesorgt. Die zweite Revolution in der deutschen Energiebranche innerhalb von zwei Jahren sorgte zwar nicht nur für Begeisterung. Am Mittwochabend haben die Versorger nun aber bekannt gegeben, dass Innogy den Widerstand gegen den Milliardendeal aufgibt.

E.onRWE und Innogy teilten mit, dass man sich „auf faire Integrationsprozesse“ geeinigt habe. Innogy gebe deshalb den latenten Widerstand gegen die Zerschlagung auf und werde die zügige Umsetzung der geplanten Transaktion unterstützen. Bislang hatte die RWE-Tochter deutlich gemacht, dass man sich gegen den Verlust der erst vor zwei Jahren gewonnenen Eigenständigkeit zur Wehr setzen will.

Der Vorstand von Innogy hatte sich sogar geweigert, den Aktionären die Annahme der E.on-Offerte zu empfehlen. Aufgrund neuer Vereinbarungen hat sich dies nun geändert, vor allem konnten sich die beteiligten Unternehmen auf Integrationsprozesse einigen. So sollen die „Mitarbeiter fair und möglichst gleich behandelt werden“. Zudem seien „Prinzipien und Auswahlprozess zur fairen Besetzung von Top-Führungspositionen vereinbart“ worden.

Sinnvolle Neuordnung

Durch die Zustimmung von Innogy rückt der richtungsweisende Deal immer näher. E.on wird sich als Energiedienstleister positionieren und ist vor allem für konservative Anleger interessant. RWE deckt als Energieerzeuger die gesamte Palette von den konventionellen bis zu den erneuerbaren Energien ab. Die Aktie ist spekulativer, aber ebenfalls ein Kauf.