Dortmunds Superscout vor dem Absprung

Borussia Dortmund muss in Zukunft wohl ohne seinen Leiter Profifußball Sven Mislintat auskommen.

Nach Informationen der Sport Bild soll der Wechsel des 45-Jährigen zum FC Arsenal bereits in trockenen Tüchern sein und noch vor Jahresende vonstatten gehen. Auf SPORT1-Nachfrage wollte der BVB den Abgang allerdings nicht bestätigen.

Dazu passt: Nach SPORT1-Informationen soll Mislintat, dessen Vertrag vor Monaten bis 2021 verlängert wurde, vor wenigen Tagen nach London geflogen sein, um mit den Gunners zu verhandeln.

Arsenal soll zwei Millionen bezahlen

Als Ablöse für den Kaderplaner, der in der Szene einen exzellenten Ruf genießt und unter anderem maßgeblich für die Transfers von Ousmane Dembele oder Pierre-Emerick Aubameyang zum BVB verantwortlich war, sind bis zu zwei Millionen Euro im Gespräch.

Laut der Funke Mediengruppe sind nur noch letzte Details zu klären, bis Mislintats Abgang zu den Gunners dann endgültig beschlossene Sache sei.

Beim Klub von Trainer Arsene Wenger soll der Talentspäher indes die Position des Chefscouts einnehmen, die er lange auch in Dortmund innehatte, wo er seit 2007 arbeitet.

Zerwürfnis mit Thomas Tuchel

Aufsehen erregte vor allem das Zerwürfnis mit Ex-Trainer Thomas Tuchel. Wegen eines geplatzten Transfers des Spaniers Oliver Torres soll er Mislintat zeitweise sogar den Zutritt zum Dortmunder Trainingsgelände in Brackel verboten haben. Das Verhältnis zum Klub gilt seitdem als belastet.

Das Nachsehen hätte bei dem Deal übrigens nicht nur Borussia Dortmund, sondern auch der FC Bayern, der ebenfalls großes Interesse an Mislintat zeigte.

"Mich überrascht da schon ein wenig das Vorgehen von Bayern München", hatte Sportdirektor Michael Zorc vor drei Monaten gesagt und betont, Mislintat habe "keinen Wechselwunsch".

Dies scheint sich nun geändert zu haben.