Meeke hätte kein Problem mit Ogier

Sebastien Ogier und Kris Meeke: Werden aus Rivalen Teamkollegen?


Wo fährt Sebastien Ogier 2018 in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC)? Das ist im Herbst dieses Jahres die spannende Frage. Trotz der aktuellen Erfolge bei M-Sport macht der viermalige Weltmeister einen Verbleib beim britischen Privatteam von einer größeren Unterstützung durch Ford abhängig, die derzeit aber nicht konkret in Aussicht ist. Daher steht auch ein Wechsel von Ogier ins Werksteam von Citroen zur Debatte, für das er bereits bis Ende 2011 in der WRC gefahren war.

Sollte Ogier zu Citroen zurückkehren, würde Kris Meeke dort seinen (zuletzt etwas angeknacksten) Status als Nummer-1-Fahrer verlieren. Damit hätte der Nordire aber kein Problem, vielmehr würde er sich über einen Teamkollegen Ogier freuen. "Er ist derzeit der beste Fahrer, das steht außer Frage", sagt Meeke. "Er wird vielleicht zum fünften Mal in Folge den WM-Titel gewinnen. So jemand wäre für jedes Team eine Verstärkung, das sieht man in diesem Jahr bei Malcolm."

Daher würde Meeke eine Verpflichtung Ogiers begrüßen. "Die Ankunft eines Weltmeisters würde jeden motivieren - mich, die Mechaniker, die Ingenieure, einfach alle", erhofft sich Meeke in diesem Fall einen Aufschwung bei der in dieser Saison arg gebeutelten Werksmannschaft der Franzosen.

Citroen-Teamchef Yves Matton bekräftigt unterdessen, dass Ogier aktuell der einzige Fahrer ist, den sein Team für die nächste Saison unter Vertrag nehmen möchte. "Seb Ogier ist der einzige, an dem wir interessiert sind", sagt Matton gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Sollten wir ihn nicht verpflichten, werden wir mit keinem anderen sprechen und mit den selben Fahrern wie in diesem Jahr antreten."

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