Medwedew: "Politische Manipulation"

In einem Fernsehinterview hat der russische Ministerpräsident Dimitri Medwedew dem Westen vorgeworfen, eine Schmutzkampagne gegen sein Land zu fahren. Medwedew verteidigte den russischen Sport, der von Journalisten und Verbänden des flächendeckenden Dopings bezichtigt wird.

„Wir haben ein Doping-Problem, das wir bekämpfen. Doch daraus ist ein politisches Thema geworden, es geht nur noch zu 30 Prozent um Doping, der Rest ist politische Manipulation. Leider wird dieses Thema als Grundlage für einen neuen politischen Feldzug gegen Russland benutzt“, so Medwedew.

Vor allem die Vereinigten Staaten bedachte der Ministerpräsident mit Kritik. Das Verhältnis zwischen Washington und Moskau sei sehr schlecht, sogar furchtbar, sagte Medwedew.

„Diese jüngsten Sanktionen zielen ganz klar darauf ab, unsere Gaslieferungen an Europa zu begrenzen. Warum? Das ist eine sehr zynische Haltung. Wir wollen Europa unser Gas liefern, doch die Amerikaner sagen: 'Die Russen behindern uns, indem sie Gas liefern, also drängen wir sie aus dem Geschäft' “, sagte er.

Natürlich werde er Wladimir Putin unterstützen, wenn dieser bei den Präsidentenwahlen im kommenden Jahr antreten werde, so Medwedew und stellte baldige Klarheit über eine mögliche Kandidatur Putins in Aussicht.