Düstere Prognose zu Federer

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Düstere Prognose zu Federer
Düstere Prognose zu Federer
Düstere Prognose zu Federer

Tennis-Fans auf der ganzen Welt bangen und zittern.

Und auch Roger Federer selbst dürfte die Aussichten zur erhofften Fortsetzung seiner so einzigartigen Karriere kaum vorhersagen können. (HINTERGRUND: Federer kämpft um mehr als seine Karriere)

Nachdem bekannt wurde, dass der Tennis-Superstar sich zum dritten Mal am rechten Knie operieren lassen muss und für mehrere Monate ausfallen wird, wachsen die Befürchtungen am nun womöglich unabwendbaren Karriereende des 40-Jährigen.

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Auch wenn Federer, der wegen der hartnäckigen Probleme bereits auf die Olympischen Spiele in Tokio verzichtet hatte, kämpfen will (”Ich hoffe, dass ich auf die Tour zurückzukehren werde”) und ansonsten nur bekannt wurde, dass sein Meniskus betroffen sein soll.

Knie-Spezialist mit pessimistischer Ferndiagnose zu Federer

Doch erste Ferndiagnosen zeichnen ein düsteres Bild zu Federers Gesundheitszustand. (NEWS: Alles zum Tennis)

So erklärte der US-Knie-Spezialist Nicholas DiNubile in der New York Times: “Mehr Operationen müssen nicht zwingend besser sein. An diesem Punkt kämpft er kaum mit einer leichten Verletzung wie einem Meniskusriss, sondern eher mit Arthritis und einem Knorpelschaden, die mit der Zeit auftauchen.”

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Der Orthopäde aus Philadelphia, der den Schweizer nie behandelt hat, ergänzte mit Verweis auf die Aussage Federers, dass er für viele Wochen Krücken brauchen würde: “Sollte der Verschleiß durch die Arthritis Teil des Problems sein, würde ein arthroskopischer Eingriff nicht helfen. Man würde dann regenerative Medizin probieren.” (Kalender der ATP-Saison 2021)

Die Folgen für den Tennisstar könnten verheerend sein. “Sein Knie könnte sich besser anfühlen, aber kann er damit auf dem geforderten Level mithalten? Speziell im heutigen, physischen Tennis gegen jüngere Gegner, die über unbegrenzte Energie verfügen?”, zweifelt DiNubile an Federers Erfolgschancen.

Auch Ex-Coach Annacone wenig optimistisch

Den Tennis-Star weitaus besser einzuschätzen vermag wohl Paul Annacone, der FedEx zwischen 2010 und 2013 betreute.

Doch auch der US-amerikanische Ex-Coach des 20-maligen Grand-Slam-Champions versprüht mit aktuellen Aussagen eher wenig Optimismus.

“Er ließ die Menschen nie wissen, was bei ihm wirklich abgeht und ob er physische Probleme hat”, erklärte Annacone: “Darin war er einer der Besten. Er ließ es immer reibungsloser aussehen, als es war.” (die ATP-Weltrangliste)

So also auch diesmal? “Irgendwann wird Vater Zeit auch ihm das Zepter aus der Hand reißen, wie auch bei Rafa (Nadal, Anm. d. Red.) und Serena (Williams, Anm. d. Red.)”, sagte der frühere Trainer: “Wir können nur hoffen, dass sie zurücktreten können, weil sie wollen - und nicht, weil sie müssen.”

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