Medienmacher: Axel Springer: Rätselraten um einen Börsenkandidaten

Laut der Börse Berlin wurde der Börsengang der Springer-Tochter Awin AG beantragt. Doch das Medienhaus will damit nichts zu tun haben.

Berlin.  Das Berliner Medienhaus Axel Springer ("Bild", "Welt") verdient mittlerweile sein Geld hauptsächlich mit digitalen Rubrikenmärkten wie Immowelt oder Stepstone sowie mit Online-Vermarktung. Die Geschäfte laufen so gut, dass in Finanzkreisen immer mal wieder spekuliert wurde, Springer könne seine Digitalbeteiligungen an die Börse bringen. Ende vergangenen Jahres haben die Berliner einen solchen Schritt tatsächlich geprüft – und verworfen.

Das heißt, so ganz verworfen wurde dieses Vorhaben dann doch nicht. Eine Ausnahme gibt es nämlich: Anfang August teilte Springer mit, seinen Online-Vermarkter Awin mit Affilinet verschmelzen zu wollen, einer Tochter des Internet-Providers United Internet aus dem pfälzischen Montabaur. Da Awin mit einem Umsatz von 567,4 Millionen Euro größer als Affilinet ist, das zuletzt 150,7 Millionen Euro erlöste, übernahm Springer 80 Prozent der Anteile der Gemeinschaftsfirma, die sich Awin AG nennt. Mit der Fusion "werde die Voraussetzung geschaffen, um einen Börsengang des Unternehmens vorzubereiten", hieß es in einer Pressemitteilung.

Im Wikipedia-Eintrag ist Antrag auf Börsengang bereits vermerkt

Das ist immer noch eine relativ unverbindliche Formulierung. Umso erstaunlicher ist es, dass im Wikipedia-Eintrag von Awin steht, Springer habe am 2. Oktober den Börsengang der Firma beantragt. Dabei beruft sich das Online-Lexikon auf die Berliner Börse. Aus deren Online-Portal geht tatsächlich hervor, dass ein solcher Antrag am Montag vergangener Woche gestellt ...

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