Medienmacher: Wenn Politiker ARD und ZDF zürnen

AfD-Politikerin Alice Weidel zu Gast in einer ARD-Sendung

Zufall war es wohl nicht, dass sich sowohl in der "Berliner Runde" am Sonntag als auch bei "Hart aber fair" am Montag führende Bundespolitiker über ARD und ZDF empörten. Am Sonntag warfen Martin Schulz (SPD), Katja Kipping (Linke) sowie Joachim Herrmann (CSU) den Öffentlich-Rechtlichen vor, mit ihrer Berichterstattung die AfD groß gemacht zu haben. Zudem hätten sie sich die Themen von den Rechtspopulisten diktieren lassen. Ins selbe Horn stießen bei "Hart aber fair" auch Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) sowie die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär (CSU).

Dabei wird es nach Angaben des Medienberaters einer der im Bundestag vertretenen Parteien aber nicht bleiben. Vielmehr würden Rundfunkräte der Parteien in der Sache bei ihren jeweiligen Sendern vorstellig werden.

Nun kann man ARD und ZDF durchaus vorwerfen, sich im Umgang mit der AfD ungeschickt angestellt zu haben. In der Wahlnacht etwa liefen bei den Sendern Alexander Gaulands unsägliche Statements ("Wir werden sie jagen") in Dauerschleife. Tags darauf durfte der AfD-Spitzenkandidat den Satz, mit dem er infrage gestellt hatte, dass das Existenzrecht Israels zur deutschen Staatsräson gehört, gegenüber der Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios Tina Hassel ein klitzekleines bisschen relativieren, wofür diese sich dann auch noch brav bedankte.

Dennoch: Abgesehen davon, dass die CSU mit der Übernahme von AfD-Forderungen wie der Einführung einer Flüchtlingsobergrenze Positionen de...

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