Medienmacher: Wieso die ARD Gehälter ihrer Direktoren nicht verrät

Das ARD-Logo am Hauptstadtstudio (Archivbild)

Die Direktoren der ARD sind auch nicht anders als jeder normale deutsche Arbeitnehmer: Mit der Idee, dass jeder wissen darf, wie viel sie verdienen, können sie sich kaum anfreunden. Vermutlich ist das der Grund, warum auf der neuen Transparenz-Site von "ard.de", wo – vom Intendanten bis zum Azubi im ersten Lehrjahr – die Bezüge aller Beschäftigten verzeichnet sind, die Gehälter der Direktoren fehlen.

Nun heißt das nicht, wie wir irrtümlicherweise vor zwei Tagen geschrieben haben, dass die Gehälter der Direktoren komplett unbekannt wären. Sieben von neun ARD-Anstalten haben deren Bezüge auf ihren eigenen Websites veröffentlicht – auch wenn man in einigen Fällen sehr lange suchen muss, um sie zu finden. Der Saarländische Rundfunk, der die Gehälter seiner drei Direktoren nicht publiziert hat, gibt sie auf Anfrage preis. Auf den letzten Drücker übermittelt ein Sprecher dann auch noch die fehlenden MDR-Zahlen. Nur ARD-Programmdirektor Volker Herres hält sein Gehalt weiterhin geheim.

Vor dem Hintergrund aber, dass nun alle Anstalten bereit sind, die Einkommen ihrer zweiten Führungsebene bekanntzugeben, ist das Fehlen der Direktoren-Gehälter auf "ard.de" noch unverständlicher. Ein ARD-Sprecher sagt, die Zahlen würden derzeit auf ihre Vergleichbarkeit hin geprüft und demnächst veröffentlicht. Hinter vorgehaltener Hand heißt es im Senderverbund aber, die Direktoren hätten verhindern wollen, dass man ihre Gehälter auf "ard.de" vergleicht. Denn die Bezüge unterscheiden sich erheblich.

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