Medienbericht: Spanische Justiz fordert Gefängnisstrafe für Cristiano Ronaldo

Nachdem bereits Messi hart verurteilt wurde, könnte auch Cristiano Ronaldo wegen Steuerhinterziehung bestraft werden.

Die spanische Staatsanwaltschaft fordert offenbar eine Gefängnisstrafe für Cristiano Ronaldo. Wie aus der Zeitung El Pais vorliegenden Gerichtsprotokollen hervorgeht, soll sich die Leiterin des Justizministeriums, Caridad Gomez Mourelo, dafür eingesetzt haben, den Superstar von Real Madrid nicht glimpflich davon kommen zu lassen.

"Ganz im Ernst, wir haben Leute im Gefängnis sitzen, die 125.000 Euro nicht gezahlt haben", soll sie demzufolge bei ihrer Zeugenaussage Anfang Dezember gesagt haben und somit für ein hartes Vorgehen gegen Ronaldo plädieren. 

14,7 Millionen Euro beträgt die Summe, die der 32-Jährige nicht an den Fiskus gezahlt haben soll, obwohl er dazu verpflichtet gewesen wäre. Bei dem Betrag handelt es sich wohl vor allem um einbehaltene Einnahmen aus Bildrechten. Zu diesem Zweck, so der Vorwurf, soll er Gelder in den beiden Steuer-Oasen Irland und den Britischen Junferninseln geparkt haben.

Ronaldo beteuert Unschuld

Ronaldo selbst, der im August bereits vor Gericht ausgesagt hatte, ließ damals in einer schriftlichen Stellungnahme verlauten, dass das Finanzamt alle seine Einkünfte kenne und er nichts zu verschleiern habe. "Ich mache meine Steuererklärung immer auf freiwilliger Basis, weil ich denke, dass wir alle gemäß unseren Einkünften Steuern erklären und bezahlen müssen", so CR7 weiter. "Wer mich kennt, weiß, was ich von meinen Beratern verlange: Dass alles pünktlich und korrekt bezahlt wird, weil ich keine Probleme haben will."

Noch ist weiter nicht bekannt, wie sich die zuständige Richterin Monica Gomez Ferrer entscheiden und ob es zum Prozess kommen wird. Für diese Entscheidung hat sie noch ein gutes Jahr Zeit. Kommt es zur Anklage, droht Ronaldo eine Gefängnis- und eine hohe Geldstrafe. 

Der Fall erinnert an den von Lionel Messi. Der Argentinier war im Mai zu 21 Monaten Haft verurteilt worden. Wie in Spanien bei Verurteilten ohne Vorstrafe und bei Gefängnisstrafen von unter zwei Jahren üblich, musste er diese aber nicht antreten, sondern am Ende eine Geldstrafe von insgesamt 3,7 Millionen Euro berappen.