Medienbericht: Nach Flugzeugunglück in Istanbul Ermittlungen gegen die Piloten

Wrack der Unglücksmaschine in Istanbul

Nach dem Flugzeugunglück am Istanbuler Sabiha-Gökcen-Flughafen haben die türkischen Behörden laut einem Medienbericht Ermittlungen gegen die beiden Piloten eingeleitet. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft gehe damit dem Verdacht der Fahrlässigkeit nach, die zum Tod und zu Verletzungen von Menschen geführt habe, berichtete der Staatssender TRT am Donnerstag.

Derzeit seien die Piloten mit Verletzungen im Krankenhaus, hieß es weiter. Ihre Aussage bei der Polizei würden sie erst nach Abschluss ihrer Behandlung machen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Bericht zunächst nicht.

Eine im westtürkischen Izmir gestartete Boeing 737 der türkischen Fluggesellschaft Pegasus war am Mittwoch mit 183 Menschen an Bord bei starkem Regenfall von der Landebahn abgekommen und einen Abhang hinabgestürzt. Sie zerbrach in drei Teile und geriet teilweise in Brand. Drei türkische Insassen starben, 179 weitere Menschen erlitten Verletzungen.

Pegasus-Chef Mehmet Tevfik Nane erklärte, inzwischen seien 56 Verletzte aus dem Krankenhaus entlassen worden. Mittlerweile sei auch ein Flugschreiber der Maschine gefunden worden, der nun ausgewertet werde. "Solche Unfälle passieren nicht wegen eines Faktors, sondern wegen vieler", sagte Nane.

Im Januar 2018 war eine Pegasus-Maschine bei der Landung im nordtürkischen Trabzon ins Rutschen geraten, einen Abhang hinunter und beinahe ins Meer gestürzt. Alle Insassen blieben damals unverletzt.