Nitro und Sport1: Der Talk über Fußball im Fernsehen boomt

Konkurrenz in der Familie: Vater Jörg Wontorra moderiert einen Fußball-Talk für Sky. Tochter Laura moderiert „Fußball bei Nitro“

Hamburg.  Es klingt wie eine Schnapsidee: Einige ehemalige Trainer und ehemalige Spieler schauen sich mit Gästen in einer Essener Kneipe vor Publikum ein Spiel der Champions League an und reden darüber. Der Fernseh-Zuschauer zu Hause guckt ihnen zu, kann aber nicht das Spiel sehen, über das gefachsimpelt wird. Genau das ist das Konzept des "Fantalk", den Sport 1 seit 2012 in dieser Form ausstrahlt. Und der kleine Sender erzielt damit – für seine Verhältnisse – gute Quoten: Während des Champions-League-Spiels Real Madrid – Bayern München am 18. April verfolgten etwa 960.000 Zuschauer die ­Plauderrunde.

Die Erfolgsgeschichte des billig produzierten "Fantalk" zeigt, wie beliebt sogenannte Fußball-Talks im deutschen Fernsehen sind. Der "Doppelpass" auf Sport 1, die Urmutter des Formats, lockt seit 1995 jeden Sonntagvormittag 900.000 Zuschauer vor den Fernseher. Und zum Auftakt der Saison 2017/18 wird es so viele Fußball-Talks wie noch nie im deutschen Fernsehen geben.

Aus RTL Nitro wird Nitro

Den Anfang macht am Montag "100% Bundesliga – Fußball bei Nitro". Das neue Format des Senders, der bisher RTL Nitro hieß, startet knapp drei Wochen vor dem Bundesliga-Start, weil der Kanal Free-TV-Bilder vom Montagsspiel der Zweiten Liga zeigen darf, die live nur beim Bezahlsender Sky läuft. Die erste Partie (Düsseldorf-Braunschweig) wird am 31. Juli ausgetragen. Laura Wontorra, bekannt von Sport1, und Thomas Wagner, zuletzt in Diensten von Sky, moderieren die Sendung. Erster Gast ist der Sportdirektor v...

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