Medien: Sparkassen-Präsident Fahrenschon will Posten wegen Steueraffäre aufgeben

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon, ist einem Zeitungsbericht zufolge bereit, seinen Posten wegen seiner Steueraffäre aufzugeben. Fahrenschon habe nach der vernichtenden Kritik an seinen verspätet eingereichten Steuererklärungen eingesehen, dass er den Verband nicht länger führen könne, berichtete das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf Sparkassen-Kreise. Im Verband laufen demnach bereits "vernünftige Gespräche" über einen Führungswechsel.

Die Modalitäten von Fahrenschons Rückzugs sind dem "Handelsblatt" zufolge noch nicht geklärt, er soll demnach aber nicht abrupt erfolgen.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, vereinbarten die Präsidenten der regionalen Sparkassenverbände am Dienstag bei einem Treffen in Hannover, Fahrenschon dazu zu bewegen, sein Amt bis zum Ende seiner Amtszeit im Mai 2018 ruhen lassen. Bis dahin soll demnach Vizepräsident Thomas Mang seine Aufgaben übernehmen.

Fahrenschon hat eingeräumt, die Steuererklärungen der Jahre 2012 bis 2014 verspätet abgegeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft München beantragte deshalb einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung gegen ihn, gegen den sich der CSU-Politiker und frühere bayerische Finanzminister wehrt. Fahrenschon hat sich bislang auch geweigert, sein Amt als Sparkassen-Präsident niederzulegen. Wegen der Vorwürfe verschob der Sparkassenverband die eigentlich für vergangene Woche geplante Abstimmung über seine Vertragsverlängerung.