Medien: Spanien droht Ausschluss von WM 2018 - Verband reagiert

Die FIFA bemängelt offenbar staatliche Einflussnahme in Abläufe beim spanischen Verband. Es drohe daher sogar der Ausschluss von der WM.

Der spanischen Nationalmannschaft droht angeblich der Ausschluss von der WM 2018 in Russland. Laut El Pais liegt dem spanischen Verband ein Schreiben der FIFA vor - der Vorwurf: Einflussnahme der spanischen Regierung auf Abläufe im spanischen Fußballverband. Das Schreiben beinhalte eine Drohung des Ausschlusses vom Weltverband. Das wiederum würde automatisch bedeuten, dass die Spanier nicht an der WM teilnehmen dürften.

Konkret geht es gemäß des Berichts von El Pais um das Drängen des Obersten Nationalen Spanischen Sportrats auf Neuwahlen des Präsidenten des spanischen Fußballverbandes im Mai, nachdem es Korruptionsvorwürfe gegen den ehemaligen Verbandsboss Angel Maria Villar gegeben hatte. Laut FIFA-Statuten ist eine solche Einflussnahme untersagt.

Spaniens Verband hat nun in Person von RFEF-Präsident Juan Luis Larrea reagiert: "Niemand wird uns aus der WM werfen. Das ist unmöglich und wird nicht passieren", erklärte er. "Was wollen sie tun? Spanien aus dem Turnier werfen, damit Italien nachrückt?" 

Die FIFA wolle von den Spaniern "wissen, was passiert", doch für Larrea ist klar, dass ein Startplatz bei der WM verdient sei. Bei diesem Thema "sind wir uns mit der FIFA einig". 

Ob ein Ausschluss tatsächlich Thema wird, bleibt also abzuwarten. Bei der WM-Auslosung Anfang Dezember war Spanien in eine Gruppe mit Portugal, Marokko und Iran gelost worden.