McKinsey-Digitalchef erklärt, warum Deutschland nur in einem Bereich gegen Apple und Facebook bestehen kann

Sabrina Hoffmann
Tim Cook Mark Zuckerberg

Made in Germany — das hatte mal was. Das lag auf der Zunge wie ein schwerer Wein. Es klang nach Handwerk und nach Ingenieurskunst. Nach brummenden Maschinen, nach Stahl und Luxus-Limousinen. Kurz gesagt: Es klang nach Überlegenheit.

Eine Weile wird das wohl noch so bleiben, aber nicht für immer. Die Digitalisierung hat Gewissheiten ins Wanken gebracht. Und plötzlich startet ein blasser Typ vom Studentenwohnheim aus einen Weltkonzern und ein größenwahnsinniger Visionär lehrt die Autoindustrie mit selbstfahrenden Elektroschlitten das Fürchten.

Nun ist Deutschland nicht mehr Musterschüler, sondern Wackelkandidat. Das kann so nicht weitergehen. Es muss was passieren — darüber sind sich deutsche Wirtschaftsgrößen einig. Nur was?

500 Milliarden Euro einfach verschenkt

Karel Dörner ist Leiter von Digital McKinsey in Deutschland und einer, bei dem veränderungswillige Unternehmen Rat suchen. Dörner ist das, was einem Digital-Veteranen heute in Deutschland am nächsten kommt. 1999 gründete er mit den Samwer-Brüdern den Online-Marktplatz Alando, der wenige Monate später von Ebay übernommen wurde.

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