McDonald's will ab kommendem Jahr mehr vegetarische Gerichte anbieten

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Logo von McDonald's in Washington
Logo von McDonald's in Washington

Der US-Fastfoodriese McDonald's reagiert auf den gesellschaftlichen Trend zu mehr Nachhaltigkeit und Tierwohl und will ab dem kommenden Jahr mehr vegetarisches Essen anbieten. Der Konzern kündigte am Montag an, die neue eigene Produktreihe werde im kommenden Jahr in "ausgewählten Märkten" mit dem Burger McPlant starten. Zudem will der Konzern künftig mehr auf Hühnchen- statt auf Rindfleisch setzen.

In einer Investorenkonferenz hieß es, erwogen würden auch pflanzliche Ersatzprodukte für Hühnchen-Gerichte wie etwa die beliebten Chicken McNuggets oder für den Frühstücksburger McMuffin mit Ei und Speck. Der Fleischersatz mit eigener Rezeptur soll ausschließlich für McDonald's hergestellt werden - eine Kampfansage an Produzenten wie Beyond Meat oder Impossible Burger. Der Kurs von Beyond Meat an der Wall Street fiel im nachbörslichen Handel um 25 Prozent.

Bislang macht McDonald's rund 70 Prozent des Umsatzes mit Fleisch-Burgern und Pommes frites. Die Nachfrage nach dem Bekannten sei "gerade in diesen unsicheren Zeiten wichtiger denn je" - die Klassiker würden daher "dank ihrer Beliebtheit und ihrer Profitabilität" auch weiterhin "stark" zum Wachstum des Konzerns beitragen, erklärte der Konzern. Aber: Die neue vegetarische Produktgruppe sei eine "aufregende" Chance, erklärte Manager Ian Borden, zuständig für das internationale Geschäft.

McDonald's will zudem stärker auf das Online-Geschäft setzen: Geplant sind der Bau weiterer Drive-Ins, Fast-Lanes - also Überholspuren - für Kunden, die online vorbestellt haben, sowie ein Kundenbindungsprogramm. McDonald's hat in der Corona-Krise gute Erfahrungen mit den Drive-Ins und online bestellten Lieferungen an die Haustür gemacht. 

Im dritten Quartal fiel der Umsatz nur um zwei Prozent, wie der Konzern am Montag mitteilte. Im zweiten Quartal hatte das Minus noch 30 Prozent betragen. Der Nettogewinn im dritten Quartal stieg um zehn Prozent auf 1,76 Milliarden Dollar (1,49 Milliarden Euro). 

Bei McDonald's gab es seit vielen Jahren schon einen vegetarischen Burger, den Veggie Burger, seit Frühjahr 2019 ersetzt durch einen veganen Burger. Auch andere Fastfoodketten wie Burger King oder Subway haben längst schon vegetarische Ersatzprodukte im Angebot. 

ilo/jm