McDonald’s-Chef Steve Easterbrook verschlankt das Management


Große Flachbildschirme, schicke Designermöbel – vor wenigen Tagen eröffnete McDonald's seinen Konzernsitz in Chicagos Innenstadt. Zuvor lag der in der Vorstadt, „ein wenig losgelöst vom alltäglichen Leben“, wie es CEO Steve Easterbrook ausdrückte. Mit dem neuen Gebäude könne der Fast-Food-Konzern besser Talente anwerben und „aufstrebende Trends“ aufspüren. „Wir positionieren uns für die Zukunft“, sagte der gebürtige Engländer.

Doch es sind nur schöne Worte zur Einweihung, die sich keine zwei Wochen später ganz anders anhören. An diesem Dienstag will Easterbrook auf einer Betriebsversammlung einen starken Abbau im Management in den USA verkünden. Das Unternehmen solle „dynamischer, beweglicher und wettbewerbsfähiger“ werden, hieß es in einer Stellungnahme von McDonald’s.


Der Einschnitt kommt im Rahmen eines Sparprogramms von 500 Millionen Dollar. McDonald’s kämpft in den USA mit Problemen: Neue Konkurrenten wie Shake Shack oder Chipotle setzen mit Qualitätsversprechen dem Konzern zu, etablierte Wettbewerber wie Burger King trumpfen mit Preissenkungen auf.

„Field & Operations Consultants“: So heißen die Bindeglieder zwischen den vielen Franchise-Nehmern und der Konzernzentrale. Kein sehr direkter Draht, bislang gab es acht Hierarchiestufen zwischen dem Berater und Easterbrook. Zukünftig sollen es nur noch sechs Stufen sein. „Ich bin mir nicht sicher, was diese ganzen Leute überhaupt machen“, zitiert das „Wall Street Journal“ anonym einen Franchise-Nehmer.