McAllister: Handel zwischen EU und London nicht mehr so reibungslos

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BERLIN (dpa-AFX) - Trotz des in letzter Minute ausgehandelten Handelsvertrags zwischen der EU und Großbritannien dürfte es nach dem Austritt Londons aus dem Binnenmarkt zum Jahreswechsel "weitreichende Folgen für die Menschen, Unternehmen und öffentliche Verwaltungen geben". Diese Ansicht vertrat der Brexit-Beauftragten des EU-Parlaments, David McAllister, im Gespräch mit der "Welt" (Online). "Der Handel zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich wird nicht mehr so reibungslos ablaufen können, wie wenn wir gemeinsam dem Binnenmarkt und der Zollunion angehören."

Zudem fehlt in dem Abkommen aus Sicht des CDU-Politikers eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit in außenpolitischen Fragen. "Ich hätte es begrüßt, bei den Verhandlungen auch Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik mit einzubeziehen. Das war in London nicht gewollt." Hier könnte er sich jedoch eine "engere Kooperation gut vorstellen", sagte McAllister.

Optimistisch äußerte sich der EU-Abgeordnete mit Blick auf die noch erwartete Zustimmung des EU-Parlaments zu dem Deal. "Wir sind in der politischen Verantwortung, einen ungeregelten Übergang zu vermeiden und die negativen Folgen für die Bürger und Unternehmen so gering wie möglich zu halten." Nach seinen Worten kann das Abkommen zunächst auch ohne die Zustimmung des Parlaments gelten. Dies dürfe aber "kein Präzendenzfall für künftige Handelsabkommen sein".