"Mazedonien ist griechisch": Hunderttausende demonstrieren in Athen

"Fasst Mazedonien nicht an" oder "Mazedonien ist griechisch und nur griechisch": Solche Parolen skandierten Hunderttausende Demonstranten in Athen, um die alleinigen Rechte Griechenlands auf den Namen Mazedonien zu fordern.

Vor dem Parlamentsgebäude auf dem Syntagma-Platz entstand ein Meer aus blau-weißen Fahnen. Nationalistisch und religiös orientierte Organisationen hatten zu der Demonstration aufgerufen. Sie wurde laut Einwohnern zu der größten Kundgebung seit Jahrzehnten.

Auch konservative und rechtspopulistische Politiker sowie Bischöfe aus zahlreichen Landesteilen nahmen daran teil. Einer der Hauptredner war der linke Komponist Mikis Theodorakis: "Wenn man die Rechte seines Landes und seines Volkes verteidigt, ist das kein Nationalismus, sondern Patriotismus. Heute senden die Griechen, die auf dem Syntagma-Platz vereint sind, die Botschaft, dass Mazedonien eins ist, und dass Mazedonien schon immer griechisch war, ist und auch bleiben wird."

Athen und Skopje bemühen sich derzeit unter UN-Vermittlungen, den seit 1991 andauernden Namensstreit beizulegen. Zahlreiche Griechen möchten nicht, dass ihr Nachbarland, die ex-jugoslawische Republik Mazedonien (FYROM), so heißt wie die griechische Nordprovinz Mazedonien - Viele wollen in dem Namensstreit keine Kompromisse eingehen : "Es kann keine Kompromisse geben. Griechenland ist eins, Mazedonien ist eins. Mazedonien ist Griechenland. So ist es einfach", sagt ein Demonstrant.

Aus Athen für Euronews, Symela Touchtidou:

"Die Organisatoren der Kundgebung und die Menschen, die aus allen Teilen Griechenlands heute nach Athen gekommen sind, verlangen, dass jede Vereinbarung mit Skopje in ein Referendum aufgenommen wird, damit die Griechen ihre Meinung dazu äußern können."