Mayotte: Protest gegen Einwanderer

Im französischen Überseegebiet Mayotte haben mehrere Gewerkschaften und eine Bürgervereinigung zum Abbau der Straßensperren aufgerufen. Stattdessen will man auf andere Streikmittel setzen. Seit Ende Februar kommt es auf der Insel im Indischen Ozean zu Protesten und sozialen Unruhen. Durch die Blockaden ist der Verkehr auf Mayotte erheblich beeinträchtigt. Die Streikenden fordern von der Regierung unter anderem strengere Maßnahmen gegen illegale Einwanderer von den Komoren.

Mayotte, ein zwischen Madagaskar und dem afrikanischen Kontinent gelegenes Archipel, hat rund 260.000 Einwohner. Der Lebensstandard auf Mayotte ist im Vergleich zu den Nachbarstaaten, darunter die Komoren, deutlich höher, zugleich ist Mayotte aber die ärmste Region Frankreichs und hat eine Arbeitslosenquote von rund 27 Prozent.