"Maybrit Illner" zu Nato-Gipfel: Experten erklären, wie Trump scheiterte

Susanne Klaiber
Die Gäste von Maybrit Illner (Mitte): Oskar Lafontaine, Ursula von der Leyen, Ben Hodges, Nicole Deitelhoff (von links).
  • US-Präsident Donald Trump hat beim Nato-Gipfel hoch gepokert – und verloren, wie die Gäste bei “Maybrit Illner” finden.
  • Sie entlarven Trumps Taktik und erklären, wie es auf dem Gipfel zuging.

Was hat US-Präsident Donald Trump seinen Nato-Partnern in den vergangenen zwei Tagen nicht alles an den Kopf geworfen. Deutschland vor allem, das er als Lakai Russlands und als Schmarotzer der US-Verteidigungspolitik hinstellte. 

“Donald Trump macht Politik mit der Abrissbirne”, kommentiert Moderatorin Maybrit Illner diese Art des Politikmachens am Donnerstagabend in ihrer ZDF-Talkshow. Diesmal habe die Nato schweren Schaden genommen. 

Wirklich? Illners Gäste sind da anderer Ansicht. 

Professorin: “Zum ersten Mal eine krachende Niederlage”

Nicole Deitelhoff, Professorin für Internationale Beziehungen in Frankfurt, sagt: “Im Grunde genommen hat Trump zum ersten Mal eine krachende Niederlage erlebt.”

Zunächst sei es gelaufen wie immer. Sagen Deitelhoff und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die beim Treffen selbst dabei war. 

Die Gäste von Maybrit Illner

  • Ben Hodges, ehemaliger US-General. Ist mit Trumps Allüren alles andere als einverstanden.
  • Ursula von der Leyen, Bundesverteidigungsministerin (CDU). Sieht nicht ein, sich von Trump vor sich hertreiben zu lassen.
  • Nicole Deitelhoff, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung. Findet, dass Trump diesmal verloren hat.
  • Oskar Lafontaine, Linke-Politiker. Fordert, es solle nicht mehr, sondern weniger fürs Militär ausgegeben werden.
  • Wolfgang Ischinger, Chef der Münchner Sicherheitskonferenz. Empfiehlt, sich von Trump nicht vom Wesentlichen ablenken zu lassen.

So beschreiben die Expertinnen Trumps Taktik

Vor dem Gipfel postete Trump wütende Tweets, wieder und wieder. 

Während des Treffens selbst setzte Trump dann die anderen Nato-Mitglieder unter Druck: Entweder, sie geben mehr für Verteidigung aus – was sie, das muss man klarstellen, 2014 selbst...

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