Max Verstappen wünscht Lucas Auer den Formel-1-Aufstieg

Lucas Auer und Max Verstappen gemeinsam auf dem Formel-3-Podium


In der Formel 3 2014 waren sie Konkurrenten, doch danach trennten sich ihre Wege. Vorerst. Max Verstappen und Lucas Auer lagen als Gesamtdritter und -vierter der Formel-3-Fahrerwertung 2014 nur 46 Punkte auseinander. Im darauffolgenden Jahr schaffte der Niederländer den direkten Sprung in die Formel 1, Auer wählte die DTM als nächsten Karriereschritt.

Obwohl sich die beiden dem gemeinsamen Wettbewerb stellten, kamen der heutige Formel-1-Star und der DTM-Pilot auch abseits des Renngeschehen gut miteinander aus. "Ich bin im Go-Kart und dann in der Formel 3 gegen Lucas gefahren. Er ist ein sehr netter Kerl, auch abseits der Rennstrecke. Ich habe viele gute Erinnerungen an ihn", schwärmt Verstappen von seinem ehemaligen Kontrahenten.

Anfang August absolvierte Auer seinen ersten Formel-1-Test mit Force India und schlug sich dabei gut. Auch wenn der junge Österreicher die Testchance in der Königsklasse als "einmalige Gelegenheit" bezeichnet, könnten Verstappen und Auer in Zukunft wieder gegeneinander antreten. Denn der Gesamtsechste in der DTM-Fahrerwertung ist offen für weitere Ausfahrten im Formel-1-Boliden. "Es war verrückt! Ich habe den Formel-1-Test sehr genossen und es war etwas ganz Besonderes. Ich habe jede einzelne Sekunde genossen", schildert Auer seine Eindrücke.

Ich bin im falschen Film...

Und Verstappen freut sich mit seinem Ex-Formel-3-Kumpel. "Dass er vor kurzem zum ersten Mal einen Formel-1-Test absolviert hat, ist sehr schön für ihn. Ich hoffe, dass er in Zukunft eine Möglichkeit hat, in die Formel 1 kommen. Aber ich glaube, dass sein momentanes Ziel ist, gut in der DTM zu sein, und das ist er", so der Niederländer.

Für Auer stehen die verbleibenden drei DTM-Veranstaltungen der Saison 2017 und der enge Kampf um den DTM-Titel derzeit im Vordergrund. "Ich muss meinen Job in der DTM machen und mich auf die verbleibenden Saisonrennen fokussieren. Alles andere werden wir sehen", erklärt er.

Dennoch denkt er noch oft und gern an sein Testdebüt in der Formel 1 zurück. "Als ich aus der Box gefahren bin und am Ende der Boxengasse der Geschwindigkeits-Begrenzer herausgenommen habe, ist das Auto nach vorne geschossen und ich habe mir gedacht: 'Wow, ich bin im falschen Film!'", erzählt der junge Tiroler über seine Eindrücke im Formel-1-Renner.

Auer weiter: "Als ich gesehen habe, dass ich im zweiten Gang bin, da dachte ich: 'Okay, das wird interessant.' Es war beeindruckend zu sehen, wie schnell man sich daran an das Fahrzeug gewöhnt und wie schnell sich die Augen an die Geschwindigkeit anpassen. Es ist eine andere Art zu fahren."

Am Nürburgring (9./10. September) beginnt für Auer und seine 17 DTM-Kollegen der Saison-Endspurt, bevor es zu seinem Heimrennen am Red-Bull-Ring (22./23. September) geht. Und Kumpel Verstappen wird ihm wahrscheinlich weiterhin die Daumen drücken.

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