Max Verstappen: 2021 Red Bulls bisher größte Chance, Mercedes zu schlagen

Norman Fischer
·Lesedauer: 3 Min.

Für Max Verstappen und Red Bull hätte die Formel-1-Saison 2020 nicht besser enden können. Der Niederländer dominierte das Rennen in Abu Dhabi von Beginn an und ließ Mercedes keine Chance. Verstappen wertet das als gutes Zeichen dafür, dass sein Team Mercedes im kommenden Jahr endlich angreifen kann.

Allerdings weiß er, dass Red Bull in den vergangenen Jahren häufig am Saisonende schnell war, die Form aber nie mit in die neue Saison nehmen konnte. "Das müssen wir für das kommende Jahr ändern", fordert er im Rahmen eines Presseevents zu seiner neuen Dokumentation 'Whatever it takes', die auf dem niederländischen Sender 'Ziggo Sport' ausgestrahlt werden wird.

Genauso sieht es auch sein Vater Jos. Abu Dhabi sei zwar für die Fans langweilig gewesen, ihm selbst habe aber die Vorstellung seines Sohnes dort sehr gut gefallen - vor allem da Mercedes in den vergangenen Jahren in Abu Dhabi so stark war. "Es ist schön, das letzte Rennen des Jahres zu gewinnen", sagt er zu 'Motorsport-Total.com', "aber es ist noch schöner, das erste im nächsten Jahr zu gewinnen."

Jos Verstappen: Aufholen ist möglich

Chancen sieht der Niederländer dafür auf jeden Fall gegeben. Zwar hatte Mercedes in dieser Saison einen guten Vorsprung, der sei aber trotz stabilen Reglements durchaus aufholbar: "Die Veränderungen für 2021 sind trotzdem groß. Der Rest des Autos muss an die Veränderungen am Unterboden angepasst werden", so Verstappen sen.

"Es geht vor allem um Aerodynamik, von daher hoffe ich, dass sie es hinbekommen werden. Und wir hoffen, dass auch Honda noch einmal etwas bringt", sagt er weiter. "In dem Fall würden wir etwas stärker aussehen als in diesem Jahr."

2020 war für die Verstappen-Familie durchaus eine Enttäuschung. Mit Mercedes konnte man viel zu selten mithalten, sodass für Red Bull am Ende nur zwei Siege heraussprangen. Vor allem Alexander Albon hatte mit dem instabilen Heck des Fahrzeugs zu kämpfen. Die Problematik könne aber in den Griff bekommen werden, glaubt Jos Verstappen.

Zudem sagt er, dass sein Sohn die Probleme aber unter Kontrolle hatte. "Er wird älter, weiser und weiß, wie er mit gewissen Situationen umzugehen hat. Das macht ihn als Mensch und als Rennfahrer besser", so sein Vater. "Zudem lernt man auch aus Fehlern."

Max: Chancen stehen 2021 gut wie nie

Für den Sohn ist es zumindest ein gutes Gefühl, mit einem Sieg aus der Saison zu gehen. "Am Ende der vergangenen Saison war Lewis [Hamilton] in Abu Dhabi deutlich vor mir. Von daher wusste ich, dass es im nächsten Jahr schwierig werden würde", so der Red-Bull-Pilot.

"Jetzt dürfen wir für das kommende Jahr nicht das ganze Auto ändern, sondern werden das gleiche Chassis benutzen. Aber wir haben ein paar Schwächen in unserem Auto gefunden. Diese konnten wir in diesem Jahr nicht beheben, können es aber für das kommende Jahr", kündigt er an.

"Ich hoffe einfach, dass wir von Beginn an näher an Mercedes sein werden und ich sie sofort attackieren kann. Wenn man wie in den ersten Rennen 2020 eine halbe Sekunde hinter ihnen ist, dann kann man gar nichts ausrichten, von daher hoffe ich auf einen stärkeren Start in die neue Saison", so Verstappen.

Doch er ist zuversichtlich: "Im kommenden Jahr haben wir die bislang größte Chance, wirklich nah an Mercedes zu sein."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.