Max Eberl über Cuisances Kabinettstückchen: "Ich war nah am Herzinfarkt"

Mickael Cuisance hätte im Sommer wohl auch zu Manchester City gehen können. In Gladbach erhält er aber nun seine dringend benötigten Einsatzminuten.

Sportdirektor Max Eberl von Borussia Mönchengladbach erlebte den Last-Minute-Sieg über Hannover 96 als Achterbahnfahrt der Gefühle. Youngster Mickael Cuisance ließ dabei mit einer gewagten Situation das Herz des Ex-Profis rasen.

Der junge Franzose spielte kein schlechtes Spiel, sorgte aber mit einem gewagten Zuspiel im eigenen Sechzehner für Aufregung. "Ich habe von solch jun­gen Bur­schen ja schon ei­ni­ge ris­kan­te Din­ger er­lebt, wir hat­ten ja auch Marc-An­dre ter Ste­gen hier. Aber den Ball mit der Hacke zu spie­len – da war ich nah am Herz­in­farkt", sagte Eberl später.

Eberl und Hecking mit viel Lob

Cuisance hatte sich im engen Spiel zu einem Pass mit der Sohle hinreißen lassen, Hannover eroberte dadurch den Ball im Gladbacher Strafraum. "Micka hat sich über die Ak­ti­on aber selbst er­schro­cken, sowas wird er in Zu­kunft las­sen. Aber herr­lich, was er für ein Selbst­ver­trau­en der Junge hat, er ist ein ab­so­lut bril­lan­ter Fuß­bal­ler", ordnete Eberl ein.

Der 18 Jahre alte Franzose sei ein "Risiko-Spieler", so Eberl. Aber genau das gefällt dem Sportdirektor: "Genau die wol­len wir doch!" Trainer Dieter Hecking hatte kürzlich nach dem 2:2 gegen KAS Eupen ebenfalls nicht an Lob gespart: "Das ist eine Qualität, die man selten findet."

Cuisance kam vor der Saison aus der U19 des AS Nancy nach Gladbach und erhielt von Trainer Dieter Hecking im Mittelfeld der Fohlen gegen Hannover erstmals über fast 80 Minuten das Vertrauen.