Ekström: DTM statt Rallye-Heimspiel

Noch ist es nicht offiziell, aber "Eki" hat sich entschieden: Norisring statt Höljes!


Lange wurde darüber spekuliert, wo der zweimalige DTM-Champion und amtierende Rallycross-Weltmeister Mattias Ekström am ersten Juli-Wochenende fahren würde. Jetzt bestätigt Audi, dass "Eki" beim Saisonhighlight auf dem Nürnberger Norisring um DTM-Punkte kämpfen wird und nicht beim Heimspiel seines EKS-Teams in der Rallycross-WM (WRX) im schwedischen Höljes.

Audi-Motorsportchef Dieter Gass erklärt: "Es war eine sehr schwierige Entscheidung, weil wir noch früh in der Saison sind und Mattias in beiden Meisterschaften Titelchancen hat", was viele aber erwartet haben: "Der Werkseinsatz in der DTM hat für uns aber Priorität. Mattias kann in diesem Jahr seinen dritten DTM-Titel gewinnen und war am Norisring schon immer sehr stark. Außerdem ist es unser Heimspiel und wir brauchen Mattias dort."

Kurios: In beiden Rennserien liegt Ekström aktuell acht Punkte hinter dem Spitzenreiter. Aber: In der Rallycross-WM zeigt die Tendenz nach seinem Hattrick zu Saisonbeginn nach unten. Während Johan Kristoffersson bei den folgenden drei Veranstaltungen im werksunterstützten Volkswagen Polo GT dreimal (1./2./1.) auf dem Siegerpodest stand, musste sich Ekström in seinem EKS-Audi S1 mit den Rängen vier, fünf und vier begnügen.

Kristoffersson zur Halbzeit Tabellenführer

In der Tabelle führt Kristoffersson bei Halbzeit mit acht Zählern (151:143) Vorsprung auf Ekström. Neun weitere Punkte zurück liegt Kristofferssons VW-Teamkollege Petter Solberg (134). Der Norweger hat mit seinem Sieg beim fünften Saisonrennen auf dem britischen Lydden Hill Race Circuit dafür gesorgt, dass Volkswagen die letzten drei WRX-Läufe gewonnen hat.

Die aktuelle Volkswagen-Dominanz dürfte auch den Ingolstädtern aufgefallen sein. Deshalb ist der nun feststehende DTM-Start von Ekström in Nürnberg nachvollziehbar.

Zudem hat die DTM für den "alten Schweden" laut seinem Gass Priorität. Wenn sein Angestellter so weiterfährt wie in den letzten drei Rennen, in denen Ekström mit 48 Punkten so viele Zähler gesammelt hat wie kein anderer DTM-Fahrer, dann führt der Weg zum drittem Titelgewinn nur über den Fahrer aus dem Abt-Audi-Team.

"Ich bin froh, dass mir mein Chef diese Entscheidung abgenommen hat", so Ekström. "Dass ausgerechnet mein Heimrennen in Höljes und eines meiner Lieblingsrennen in der DTM kollidieren, ist extrem schade. Ich wäre gerne beides gefahren, aber das ist logistisch eben leider unmöglich."

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