Matthias Sammer warnt vor zu großer Erwartungshaltung bei Borussia Dortmund

Matthias Sammer hat betont, dass man trotz des Wirbels rund um Mesut Özils Rücktritt aus der DFB-Elf das "inhaltliche Problem" nicht vergessen darf.

Matthias Sammer hat Borussia Dortmund angesichts der aktuellen Situation vor einer überzogenen Erwartungshaltung gewarnt. Als Bayern-Jäger sieht er den BVB nicht mehr.

"Ich glaube, genau das muss man inhaltlich herausarbeiten. Dass der BVB aktuell kein Bayern-Jäger ist, sondern die Jagd auf Platz vier – und das will aktuell auch keiner hören – realistischer ist. Man muss der Mannschaft dann wieder ein stabiles Fundament und Gesicht geben", sagte der Ex-Dortmund-Trainer bei Eurosport.

Die Aufgabe des BVB sei es, diesen Umbruch in den kommenden Jahren durchzuführen und den Leuten zu erklären: "Dabei ist der Trainer immer der Schlüssel", erklärte Sammer.

Sammer: Realität ist nicht Aubameyang oder Dembele

Der Umbruch sei aufgrund schmerzhafter Abgänge jedoch zwingend nötig: "Vom Personal her muss man struktureller und persönlichkeitsrelevanter was Führungs- und Leader-Verhalten betrifft für die Zukunft denken. Da sind schon ein paar Spieler zuletzt verloren gegangen, wie zum Beispiel auch Mats Hummels, die dem BVB wehgetan haben."

Derzeit sei die Realität in Dortmund "nicht mehr Aubameyang oder Dembele. Und aktuell auch nicht Marco Reus, der verletzt ist. Die Realität war in Berlin zuletzt zwischenzeitlich Isak, Sancho und Pulisic, die ein gefühltes Durchschnittsalter von 18 haben."

Der BVB ist nach einem historischen Saisonstart und Platz eins nach sieben Spieltagen mittlerweile auf Platz sechs der Bundesliga-Tabelle abgerutscht und tut sich schwer damit, den Anschluss an die Champions-League-Plätze zu halten.