Matthias Sammer übt Kritik an der Organisation des Hamburger SV

Der HSV befindet sich im freien Fall in Richtung 2. Bundesliga. Experte Sammer sieht besonders die falsche Organisation als Ursache für die Misere.

Matthias Sammer hat verschiedene Ansätze für die Probleme des Hamburger SV. Der TV-Experte sieht vor allem die Organisation bei den Hanseaten als fehleranfällig an, sieht Investor Klaus-Michael Kühne aber positiv. Geldgeber Kühne steht in Hamburg immer wieder in der Diskussion. Zuletzt warf ihm Ex-Spieler Frank Rost vor, nicht die Interessen des Klubs zu verfolgen, sondern vor allem am eigenen Profit interessiert zu sein.

Damit kann Eurosport-Experte Sammer aber nur wenig anfangen. Er meint: "Zuerst einmal bewerte ich sein Engagement positiv, wenn ein Investor so viele Mittel zur Verfügung stellt, sein Herz an diesen Verein verloren hat und nur das Beste möchte."

Sammer kritisiert Kommunikation beim HSV

Der ehemalige Funktionär des FC Bayern München erkennt im Investment von Kühne einen "positiven Gedanken", wünscht sich aber einen anderen Umgang damit: "Dies muss klar koordiniert und kommuniziert sein - vor allem in puncto Handlungsfähigkeit und Vertrauensbasis."

Letztlich sei genau das die Problematik beim Bundesliga-Dino: Die Organisation. "Alle Situationen, Positionen, Menschen und Gremien sind im Interesse des HSV so zu organisieren, dass man handlungsfähig ist und auch in der nötigen Qualität agieren kann. Das ist das Riesenproblem seit fast über einem Jahrzehnt", sagt Sammer.

"Es ist sowieso alles trostlos"

Aus diesem Problem heraus entstehe schließlich die schwierige sportliche Situation. Der HSV hat sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, alles andere als ein Abstieg käme einem Wunder gleich.

Sammer ordnet ein: "Jetzt darf man nicht zu weit denken, nicht an den Sommer, an einen möglichen Abstieg. Es ist sowieso alles irgendwie trostlos. Aber du musst dir jetzt die Freude und den Alltag irgendwie gestalten."