Matthäus warnt Ancelotti vor Unruhe beim FC Bayern: "Sonst hat er bald totales Chaos"

Beim FC Bayern rumort es, Ex-Profi Matthäus fordert den Trainer zu konkreten Handlungen auf. Stars sollte für ihn sogar die Tribüne drohen.

Ist der FC Bayern wieder der FC Hollywood? Wenn es nach Ex-FCB-Kapitän Lothar Matthäus geht, ist zumindest eine Ähnlichkeit vorhanden: "Es erinnert mich schon ein bisschen daran. Jedenfalls hat es lange nicht mehr so viel Unruhe gegeben beim FC Bayern." Der TV-Experte sprach mit der Bild über die aktuelle Situation bei seinem Ex-Verein.

Matthäus stellt fest: "Die Abläufe auf dem Platz passen nicht, man kann mit den Leistungen in dieser Saison noch nicht zufrieden sein." Obendrein bestehe eine gewisse "Unruhe", die sich durch die Mannschaft auch auf die sportlichen Leistungen auswirken würde.

"Ancelotti muss durchgreifen"

Der ehemalige Profi nimmt Trainer Carlo Ancelotti in die Pflicht. "Jetzt muss Ancelotti durchgreifen. Mehr, als er es in den letzten anderthalb Jahren getan hat. Sonst hat er bald totales Chaos. Ich weiß nicht, ob er dazu bereit ist, ich weiß aber auch nicht, ob und wie er es intern schon tut", so Matthäus.

Die Unruhefaktoren sind enorm: Öffentliche Kritik von Thomas Müller, Arjen Robben und Robert Lewandowski. Dazu der Trikotwurf von Franck Ribery nach seiner Auswechslung. Uneinigkeit zwischen Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. Auffällig ist für Matthäus, "dass das neuerdings immer öffentlich wird.“

Handlungen müssen also folgern, so der 56-Jährige: "Ancelotti muss die Gespräche suchen, die Mannschaft fit bekommen, auch spielerisch. Er muss sie auch disziplinieren, gegen alles vorgehen, was den Erfolg gefährdet. Notfalls muss man Spieler auch mal auf die Tribüne setzen.“

Im Hintergrund bastelt derweil Julian Nagelsmann von der TSG 1899 Hoffenheim an seiner Zukunft beim FC Bayern. Dessen offensive Aussagen fand Matthäus aber nicht richtig: "Das war das erste, was er falsch gemacht hat. So etwas hat er nicht nötig. Er ist doch schon im Gespräch aufgrund seiner Leistungen."