Matratzen im Test: Die günstigsten sind „gut“

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)

Alle Jahre wieder: Stiftung Warentest untersucht regelmäßig die neuesten Matratzen. Für den aktuellen Test wurden sieben Latex- und neun Viskoseschaummodelle untersucht. Mit überraschendem Ergebnis: Die günstigsten Matratzen schnitten am besten ab.

Erholsamer Schlaf ist wichtig für Körper und Geist. Eine gute Matratze spielt dafür eine wesentliche Rolle. Die meisten Matratzen sind auf spezielle Körpertypen zugeschnitten. Manche eigenen sich für große und schwere Menschen, andere für kleine und leichte.

Eingeteilt werden Körpertypen üblicherweise nach dem sogenannten HEIA-Prinzip: Der H-Typ ist groß und kompakt, der E-Typ groß und schlank, I-Typen sind klein bis mittelgroß und schlank und A-Typen sind klein bis mittelgroß und ab den Hüften kräftiger.

Für den aktuellen Test überprüfte Stiftung Warentest Modelle mit Viskoseschaum, die preislich zwischen 100 Euro und 500 Euro lagen sowie aus Latex, die zwischen 149 Euro und 1.100 Euro kosteten. Insgesamt bekamen fünf Matratzen das Testurteil „Gut“, der Rest schnitt mit „Befriedigend“ ab.  Erfreulich: Zu den guten gehören auch die günstigsten.

Die Testsieger

Den Testsieg unter den Viskoseschaummatratzen holte die Novitesse Memolux 90 von Aldi Nord, die für günstige 100 Euro erhältlich ist. Bei den Latexmatratzen schnitt die Selecta L4 für 600 Euro am besten ab. Auf beiden Testsiegern liegen alle Körpertypen gleich gut. Darüber hinaus bescheinigt Stiftung Warentest der Selecta die besten jemals gemessenen Liegeeigenschaften.

Mit „Gut“ schnitten auch die Viskoseschaummodelle Dormando Daluna Comfortmaxx (am besten geeignet für I- und A-Typen) für 500 Euro ab und die MFO Vita Visco Medium für 380 Euro, auf ihr liegen A-Typen am besten. Ebenfalls zu den besten gehört die Latexmatratze Morgedal von Ikea – sie eignet sich am besten für A-Typen und  ist für sparsame 149 Euro zu haben.

Zusätzlich verweist Stiftung Warentest auch dieses Mal auf einen Kandidaten aus einem früheren Test: „Die Bodyguard von Bett1.de – die beste Matratze, die wir je im Labor hatten.“ Sie kostet 199 Euro.

Latex oder Viskoseschaum?

Ob die Wahl auf Latex oder Viskoseschaum fällt, kommt ganz auf die eigenen Vorlieben an. Beide Typen haben vor und Nachteile, so die Verbraucherschützer. Latex sei gut haltbar, biete ein gutes Liegegefühl und eine gute Wärmeisolation. Deshalb sei sie für Fröstler geeignet, nicht für starke Schwitzer.

Viskoseschaum passe sich der Körperform an und biete den sogenannten Memory-Effekt – drückt man hinein, bleibt der Abdruck länger zu sehen. Das Material sei haltbar und wärmeisolierend. Nachteilig sei der meist hohe Preis und dass der Schaum bei Kälte oft zu einer Liegeschale erhärte, was Bewegungen im Schlaf erschwere und zum Aufwachen führen könne.

Wer sich unschlüssig ist, dem raten die Experten, einen Händler zu wählen, der ein Rückgaberecht auch für ausgepackte Matratzen einräumt. Vor allem Online-Händler bieten oft 100 Tage Probeliegen an.

Den vollständigen Bericht von Stiftung Warentest zum Thema „Matratzen“ finden Sie hier (kostenpflichtig).

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