"Seit Trainerwechsel immer besser": Mateta macht Lichte froh

SPORT1
·Lesedauer: 3 Min.

Großes Aufatmen beim FSV Mainz 05!

Dank ihrer Lebensversicherung Jean-Philippe Mateta feierten die Rheinhessen am achten Spieltag beim 3:1-Erfolg beim SC Freiburg ihren erlösenden ersten Saisonsieg – den ersten in der Bundesliga seit dem 20. Juni und reichten die Rote Laterne an den FC Schalke 04 weiter. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Der kurz vor Schluss ausgewechselte Mateta, der von seinen freudestrahlenden Teamkollegen fast erdrückt wurde, machte mit einem lupenreinen Hattrick den Unterschied – wieder einmal: Schon seinen zuvor einzigen Bundesliga-Dreierpack hatte der SC-Schreck im April 2019 beim 5:0 gegen die Freiburger erzielt.

Mateta dankt der Mannschaft

Nun traf er in der 2., 34. und 40. Minute für die Mainzer, die nun nach dem 2:2-Remis gegen Schalke vor zwei Wochen vier Punkte auf dem Konto haben und neben den Königsblauen auch den 1. FC Köln sowie Arminia Bielefeld hinter sich ließen. (Service: TABELLE der Bundesliga)

"Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass Freiburg mein Lieblingsgegner ist", sagte Mateta und wollte gar nicht groß über seine persönliche Heldentat reden: "Nur dank der Mannschaft konnte ich drei Tore machen. Ich bin jedenfalls sehr froh, weil die drei Punkte so wichtig waren."

Auch dem bereits angezählten Mainzer Trainer Jan-Moritz Lichte dürfte mit dem Sieg in Freiburg eine Zentnerlast von den Schultern gefallen sein.

"Wir sind sehr froh, dass wir den ersten Saisonsieg einfahren konnten", erklärte Lichte, der seit dem dritten Spieltag auf der Mainzer Bank sitzt und nach vier Pleiten zum Auftakt jetzt zweimal in Folge ungeschlagen ist. "Wir hatten gleich einen guten Start mit guten Umschaltsituationen. Wir sind sehr zufrieden und haben das Gefühl, dass es auch verdient war."

Der Aufwärtstrend bei Mainz ist unverkennbar, die Rheinhessen wirken von Spiel zu Spiel gefestigter. Ist mit dem ersten Erfolgserlebnis jetzt der Bann gebrochen?

"Natürlich hoffe ich, dass das der Brustlöser war", fügte Mateta hinzu, "weil es auch so ist, dass wir seit dem Trainerwechsel immer besser gespielt haben, dementsprechend hoffe ich, dass wir jetzt gegen Hoffenheim nachlegen können." (Service: SPIELPLAN der Bundesliga)

Franzose ist das Tafelsilber von Mainz

Sieben der zehn Mainzer Saisontore in der Liga – dazu drei Treffer im DFB-Pokal – gehen auf das Konto des 23-jährigen Franzosen.

Nach 14 Ligatoren in seiner Debütsaison, standen in der vergangenen Spielzeit – auch verletzungsbedingt – nur drei Tore auf seinem Konto. 2020/21 scheint er wieder voll durchzustarten.

"Er ist auf einem richtig guten Weg", sagte Sportvorstand Rouven Schröder bei Sky. "Er ist so heiß auch schon unter der Woche, er macht Extraschichten, er bindet sich ein, ist voll integriert. Die Mannschaft weiß ganz genau, er bietet Tiefenläufe, ist unheimlich trickreich, schnell und hat ein unglaubliches Selbstvertrauen. Auch diese Leichtigkeit, die ein Torjäger braucht, und die brauchen auch wir in den unteren Regionen, um da rauszukommen. Er ist elementar wichtig."

Matetas Leistungen bleiben auch anderen Klubs nicht verborgen und wecken Begehrlichkeiten. Der Franzose, der noch einen Vertrag bis 2023 hat, ist unumstritten der Star sowie das Tafelsilber des Klubs.

"Diesen Druck will man nicht haben"

Mateta wird mit jedem Tor interessanter für andere Vereine, am 1. Januar öffnet der Transfermarkt. Schröder erklärte auf Nachfrage von SPORT1 die Problematik für Mainz: "Die gesamte Denkweise hat sich in dieser Coronakrise verändert. Konnten wir zuletzt Spieler auch für unverkäuflich erklären, so müssen wir jetzt genauer schauen und Angebote prüfen. Das betrifft aber alle Klubs."

Die 05er sehen sich trotz aller Einbußen noch immer ordentlich aufgestellt, weshalb Schröder sagte: "Es ist gut, dass wir nicht in der Situation sind, dass wir im Winter verkaufen müssen. Diesen Druck will man nicht haben."

Der Sportvorstand gab jedoch offen zu: "Wenn aber ein sehr attraktives Angebot auf dem Tisch liegt, dann müssen wir natürlich verschiedene Szenarien durchspielen. Es wäre allerdings unglaublich schwierig, den Topstürmer zu verlieren."

---------

mit Sport-Informations-Dienst (SID)